Freies Geld

Bitcoin, Wert, Freiheit

Monatsarchive: Januar 2011

Bitcoin in Buch über unser Geldsystem

In den letzten Tagen habe ich mit großem Interesse das soeben erschienene Buch von Gerd-Lothar Reschke

„Vom Falschgeldsystem zum freien Marktgeld“ gelesen.

Bitcoin wird darin erwähnt als eine erste neue Form von Marktgeld, das eine unumgängliche Entwicklung darstellt, eine Idee, deren Zeit gekommen ist.

Ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen:
Eine unverzichtbare Lektüre für alle, die sich dafür interessieren, was Geld eigentlich wirklich ist. Jeder kennt die Lage, daß anscheinend immer mehr Arbeit nötig wird und immer weniger Geld bzw. Wert und Kaufkraft übrigbleiben, daß alles immer schneller und problematischer zu werden scheint und daß die versprochenen Erleichterungen und Vereinfachungen durch Technik und Fortschritt eine ewige unerreichbare Karotte vor der Nase des Esels bleiben. Ein maßgeblicher Grund dafür ist unser Geld und unser Denken darüber. Im Buch wird nicht nur erklärt, wie uns echtes Geld trickreich vorenthalten wird, sondern wie Geld zu einem der ausgeklügeltsten Zaubertricks unserer Zeit wurde, mit dem mittlerweile – ohne zu übertreiben – fast die gesamte Menschheit systematisch geschröpft und versklavt wird.

Ganz anders als viele alternative Veröffentlichungen zu dem Thema kommt der Autor völlig ohne Aufregung, Demagogie oder subversiven Verschwörer-Pathos aus. Ganz im Gegenteil: Hier werden Zusammenhänge in ruhiger, klarer Sprache seriös erklärt, so daß jeder die Hintergründe einsehen und verstehen kann, um sich sein eigenes Bild machen zu können.

Doch das Buch bleibt nicht bei Aufklärung stehen. Schon gar nicht hält es sich mit allzu billigen Schuldzuweisungen oder fruchtlosen Systemüberlegungen auf, sondern geht nach den Hintergründen direkt auf den Lesenden, dessen Situation und Denken ein. Es dringt schonungslos dazu durch, wie wir letztendlich alle selbst dafür verantwortlich sind, wie wir hier in diesem Land zusammenleben, zusammenarbeiten, wirtschaften und welche Politik und Kultur daraus resultieren. Ganz langsam und leise, hintergründig aber dafür umso durchschlagender, als eigene unmittelbare Erfahrung, scheint beim Lesen ein viel größeres Bild durch die Zeilen hindurch: Wo wir heute sind, jeder für sich und alle zusammen: In welchem unnötigen, leidvollen, selbstgeschaffenem Sklavendasein, das auch noch ständig vertuscht und abgeleugnet werden muß, um die Wahrheit nicht so schmerzlich zu fühlen. Doch sich darüber klarzuwerden ist unumgänglich für den nächsten Schritt: Nämlich mitzugehen und zu sehen, wo wir stattdessen sein könnten. In einem lebenswerten, wertvollen, liebevollen Leben, geprägt von echten Werten, Würde und Freiheit.

Teils humorvoll, teils philosophisch, teils beißend scharf, mit tiefgehendem Klarblick, stets klar und verständlich. Mit einer Unmasse weiterführender Referenzen, Bezügen und Internet-Links, griffig, gut zu lesen, angenehmes Format. Völlig unabhängig erzeugt und geschrieben, ohne jegliches geistiges Abstützen auf etablierte Systeme. Der Autor baut nur auf den Mensch allein, auf die Kraft und unabhängige Denkfähigkeit seines Lesers. Ein Buch, das nichts beim Alten läßt, das verwandelt. Ein echter Geheimtipp!

Bitcoin verbreitet sich

http://maps.google.com/maps?q=https://smsz.net/btcStats/bitcoin.kml

Ein Teilnehmer des Bitcoin-Forums hat sich die Mühe gemacht, die bekannten IP-Adressen von Bitcoin-Knoten in eine Karte umzuwandeln. Die Karte gibt eine weltweite Verteilung Mitte Dezember 2010 wieder.

Karte von Bitcoin-Unternehmen

Einen ganz anderen Ansatz verfolgt diese Karte bei Umapper.com, wo gemeinsam auf Google Maps gearbeitet werden kann. Dort kann sich jeder selbständig mit seinem Geschäft eintragen. (Danke für den Hinweis an Karsten.)

http://www.umapper.com/maps/google/id/84618

(Leider kann ich die Karte bei WordPress nicht einbetten.)

Jemand hat sogar einen leicht zu merkenden Domainnamen – bitcoinmap.com – dafür reserviert.

EFF: Ein Schritt zu zensur-resistenter Währung

Logo der EFF StiftungDas EFF, die Electronic Frontier Foundation, eine amerikanische Nicht-Regierungsorganisation, die sich für Bürgerrechte und Netzfreiheit im Internet einsetzt, hatte als eine erste weithin bekannte Organisation Bitcoins für Spendenzahlungen angenommen.

Deren Artikel
Bitcoin – a Step Toward Censorship-Resistant Digital Currency
vom Do. 20. Januar ist sehr interessant, weil hier zum ersten Mal öffentlich auf die Anonymität und die weiteren Vorteile von Bitcoin im Vergleich zu bisherigen Geld- und Bezahlsystem hingewiesen wird.

Bitcoin sei ein Schritt hin zu einer zensur-resistenten Währung. Im Text wird darauf eingegangen, daß in derzeitigen Geld- und Bezahlsystemen die Daten zunehmend zweckentfremdet werden können: Aufhebung des Bankgeheimnis, zunehmende Überwachung von Daten- und Geldflüssen, Datendiebstahl, bis hin zur Erzeugung von politischem Druck wie etwa die Verweigerung von Paypal, Kreditkartenunternehmen und Bank of America im Fall Wikileaks Anfang Dezember 2010.

Link:

Steuerbare Anonymität & Spenden

Transaktionen sind wie alle Nachrichten im Bitcoin-System öffentlich einsehbar und unverschlüsselt. Die Anonymität wird durch die Adressen gewährleistet, die nicht mit Personen oder Computern in Verbindung gebracht werden können.

Im Normalfall sollte für jede eingehende Zahlung eine neue Adresse erzeugt werden (einfach auf entsprechenden Knopf klicken). Auf diese Weise ist maximale Anonymität gewährleistet. Wer Adressen immer nur einmal verwendet, kann sicher sein, daß nur die jeweils andere Seite bei dieser Transaktion weiß, um was es geht. Alle anderen sehen die Transaktion zwar und können diese bestätigen, es ist aber nicht möglich die Adressen zu Personen zuzuordnen.

Für gelegentliche Zahlungen ist das Erzeugen neuer Adressen kein Problem. Für Online-Händler empfiehlt es sich dagegen, für diesen Zweck ein automatisches Skript auf die Seite einzubauen oder auf Anbieter wie MyBitcoin.com zurückzugreifen.

Grad der Anonymität

Zu jeder bekannten Bitcoin-Adresse können alle Transaktionen nachverfolgt werden. Der Grad der Anonymität ist von jedem steuerbar durch die Erzeugung von neuen bzw. die Wiederverwendung von bestehenden Adressen.

Ein Beispiel für die Steuerung des Grades von Anonymität sind Spenden:

Die Stiftung EFF, Electronic Frontier Foundation, eine amerikanische Nicht-Regierungsorganisation, die sich für Bürgerrechte und Netzfreiheit im Internet einsetzt, hatte als eine erste weithin bekannte Organisation Bitcoins für Spendenzahlungen angenommen.

Auf deren Spendenseite findet sich unter anderen Spendenmöglichkeiten die Bitcoin-Adresse 1MCwBbhNGp5hRm5rC1Aims2YFRe2SXPYKt.

Möchte man etwa für solche Spendenaufrufe die Information zugänglich machen, wieviel bereits auf eine Adresse eingezahlt wurde, kann die betreffende Adresse einfach auf diese Weise öffentlich bekannt gemacht werden.

Wie kommt man jetzt an diese Informationen, wieviel dort schon eingezahlt wurde?

Jedes Bitcoin-Programm hat im Prinzip Zugriff auf diese Informationen über alle Transaktionen. Allerdings gibt es derzeit (noch) keine Benutzeroberfläche, um das sichtbar zu machen. Im Internet sind dagegen mehrere Oberflächen verfügbar.

Auf Blockexplorer.com läßt sich eine Bitcoin-Adresse eingeben und man erhält eine Liste aller Transaktionen, in welche diese Adresse bisher involviert war. So läßt sich etwa sofort herausfinden, daß zum Zeitpunkt dieses Artikels 2830,62 BTC an Spenden an die EFF gegangen sind. -> http://blockexplorer.com/address/1MCwBbhNGp5hRm5rC1Aims2YFRe2SXPYKt

Danke!

Übrigens habe ich hier auf der Seite auch schon zwei Spenden erhalten; insgesamt 15,- BTC. Das hat mich sehr gefreut. Zum einen, daß die Seite anscheinend Anklang findet und zum anderen, weil das das erste Geld ist, das ich direkt im Internet bekommen habe.

Vielen Dank an die anonymen Spender!

Bitcoin Sicherheit: Digitale Signatur

Bitcoin SicherheitUm die Fälschungssicherheit und Anonymität von Bitcoin genauer zu verstehen, sind ein paar Einblicke in die Hintergründe nötig. Dieser Artikel erklärt die Verschlüsselungstechniken und dazugehörigen Begriffe, die bei Bitcoin verwendet werden.

Dabei geht es vor allem um das sog. Signieren. Das bedeutet, ein Dokument (bei Bitcoin: Nachricht, insbesondere jede Transaktion) wird mit Daten „unterschrieben“, die nur vom Urheber des Dokuments stammen können. Niemand sonst kann diese Daten (=Unterschrift) herstellen, ähnlich wie auch in Wirklichkeit nur der Unterzeichner eines Dokuments diese Unterschrift „herstellen“ kann. Damit läßt sich die Echtheit (= unveränderter Zustand) eines Dokuments festschreiben und überprüfen. Da Bitcoin Nachrichten frei und unverschlüsselt über das Internet austauscht, wird auf diese Weise sichergestellt, daß niemand Nachrichten mit betrügerischer Absicht verändern kann.

Praktisch funktioniert das mit Anwendung eines asymmetrischen Verschlüsselungsverfahrens auf eine bestimmte Weise.

Was heißt das, asymmetrische Verschlüsselung?

Doch langsam, es ist viel einfacher und verständlicher, Schritt für Schritt zu gehen. Zunächst also:

Symmetrische Verschlüsselung

ist das, was jeder sofort als Verschlüsseln kennt – eine bestimmte Vorschrift, wie Daten in Geheimtext umgewandelt werden. Der Empfänger der verschlüsselten Nachricht wendet das umgekehrte Verfahren an, um zu entschlüsseln. Dazu muß er den gemeinsamen „Schlüssel“ kennen. Diese Methode wird symmetrisch genannt, weil beide, Sender und Empfänger, den gleichen Schlüssel verwenden. (z.B. Verschlüsseln von ZIP-Dateien mit einem Passwort)

Ein einfaches Beispiel für symmetrische Verschlüsselung ist die folgende Vorschrift: Ersetze jeden Buchstaben durch den Buchstaben, der sich im Alphabet um X Stellen weiter hinten befindet. Die Kenntnis dieses Verfahrens zusammen mit der Zahl X ist hier der Schlüssel.
Wenn im folgenden X = 2, dann sieht das so aus:

a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z (Klartextalphabet)
c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z a b (Geheimalphabet)

Der Text „Hallo Welt“ würde dann zu „Jcnnq Ygnv“.

Die Schwachstelle bei dieser Verschlüsselungstechnik ist, daß der geheime Schlüssel auf irgendeine sichere Art und Weise vom Sender zum Empfänger gelangen muß, z.B. Gespräch unter vier Augen. Ohne zusätzlichen sicheren Kanal bzw. vorherige Absprache ist keine sichere Verschlüsselung möglich. Ad-hoc-Verschlüsselung ohne sicheren Kanal zwischen zuvor Unbekannten (genau das Umfeld von Bezahlungen über das Internet) sind nicht möglich.

Asymmetrische Verschlüsselung

Schlüsselpaar

Schlüsselpaar: privater und öffentlicher Schlüssel

Asymmetrische Verschlüsselung (in Anlehnung an das Englische auch: Public-Key-Kryptographie) ist ein Stück raffinierter und löst die Schwachstellen von symmetrischer Verschlüsselung. Hier erzeugt ein Empfänger zwei zusammengehörige Schlüssel, ein sog. Schlüsselpaar aus einem privaten und einem öffentlichen Schlüssel. Der öffentliche Schlüssel ist für alle einsehbar und kann z.B. per Email frei übers Internet verteilt werden (unsicherer Kanal). Der Sender verschlüsselt seine Nachricht mit dem öffentlichen Schlüssel des Empfängers. Entschlüsseln ist in diesem System nur mit dem passenden privaten Schlüssel möglich. D.h. nach dem Verschlüsseln mit dem öffentlichen Schlüssel kann niemand mehr die Nachricht dekodieren, nur noch der Empfänger, der den privaten Schlüssel besitzt.

öffentlichen Schlüssel verteilen

öffentlicher Schlüssel wird frei verteilt

Der Vorteil dabei ist, daß kein anderweitiger gesicherter Austausch oder vorherige Absprachen zwischen Sender und Empfänger nötig sind. Es braucht kein gemeinsames Geheimnis mehr.

Konzept asymmetrischer Verschlüsselung

Signieren.

Beim Signieren wird ebenfalls verschlüsselt, aber nicht um den Inhalt einer Nachricht vor fremder Einsicht zu schützen, sondern um die Nachricht als echt auszuweisen, d.h. die Nachricht stammt bestimmt vom Absender und wurde nicht verändert. Dazu verschlüsselt der Sender seine Nachricht mit seinem eigenen privaten Schlüssel. Jeder andere kann die Nachricht mit dem öffentlichen Schlüssel des Senders entschlüsseln. Falls etwas Sinnvolles dabei herauskommt, kann der Empfänger sicher sein, daß die Nachricht vom Empfänger stammt Da nur der Sender im Besitz des privaten Schlüssels ist.
Prinzip digitaler Signierens

Anmerkung: Verschlüsseln und Signieren lassen sich verbinden.

Digitale Signatur in der Praxis, Hashing

Eine digitale Signatur verwendet noch eine Abwandlung des Signierverfahrens, das die automatische Überprüfung ermöglicht. Der Sender berechnet nach einem bekannten Verfahren eine bestimmte Zahl aus der Nachricht, einen sog. Hash-Wert [sprich: „Häsch“]. Eine Hash-Funktion ist eine „Einbahnfunktion“, die jeder Eingabe einen bestimmten Wert zuweist, welcher aber nichts über die Eingabe aussagt. Insbesondere kann die Eingabe nicht mehr aus dem Hashwert zurückgerechnet werden. Als anschauliches Beispiel kann die Quersumme einer Zahl als Hashfunktion dienen.

Nachricht Hashwert bei Quersumme als Hashfunktion
123 6
1234 10
926 17
1637 17

Jeder „Nachricht“ ist hier ein ganz bestimmter Hashwert zugewiesen, die ursprüngliche Nachricht kann aber nicht mehr aus dem Hashwert rekonstruiert werden.

Zurück zur Signatur:
Hat der Sender den Hashwert der Nachricht berechnet, verschlüsselt er diesen Wert mit seinem privaten Schlüssel. Das Ergebnis davon ist die Signatur. Diese hängt er an die Nachricht an, genau wie eine handschriftliche Unterschrift. Von jetzt an, kann jeder Empfänger die Unterschrift wie folgt prüfen: Er dekodiert die Signatur mit dem öffentlichen Schlüssel des Senders und erhält damit den Hashwert, den der Sender berechnet hat. Dann berechnet der Empfänger selbst ebenfalls den Hashwert der Nachricht und vergleicht beide Ergebnisse. Stimmen sie überein, kann der Empfänger sicher sein, daß niemand die Nachricht verändert hat und daß sie außerdem garantiert vom Sender stammt.

A überweist an B 100,- Bitcoin
+++++++ Signatur ++++++++
34mb72m3nv237364bv7846b8
fz6fg56hgk05hdkgfh18hk15
++++++++++++++++++++++++++

Schema einer Bitcoin-Nachricht mit Signatur

Die Sicherheit dieses Verfahrens hängt allein von der Hashfunktion ab. Das wird deutlich bei den letzten beiden Zeilen der obigen Tabelle mit beispielhaften Hash-Werten. Die Zeilen zeigen beide den gleichen Hash-Wert für verschiedene Nachrichten, eine sog. Hashkollision. D.h. zwei Eingaben erzeugen den gleichen Hashwert. Ein Angreifer könnte das ausnutzen, um die Nachricht zu fälschen und im obigen Beispiel 1637 Bitcoin statt 926 Bitcoin zu erhalten, denn der Hashwert wäre der gleiche. Niemand im System würde sich beschweren, da es so aussieht, als hätte der Sender die Nachricht gültig unterschrieben.

Zum Glück ist es bei echten Hashfunktionen quasi unmöglich, eine Hashkollision zu finden.

Wahrscheinlichkeit für

  • Sechs Richtige im Lotto
    1 : 13.983.816
    (Zahl mit 8 Stellen)
  • Hashkollision (Hashfkt. SHA-256)
    1 : 1,16 x 1077
    (Zahl mit 77 (!) Stellen)

Bevor eine Hashkollision gefunden ist, ist es wahrscheinlicher etliche Male einen Sechser im Lotto zu haben. D.h. es ist fast unmöglich irgendeine zweite Nachricht zu finden, die den gleichen Hashwert erzeugt. Insbesondere ist es unmöglich eine zweite Nachricht mit gleichem Hashwert zu finden, deren Klartext auch noch Sinn macht, und darüber hinaus auch noch im Sinne eines Angreifers abgeändert sein soll.

Zur Veranschaulichung hier ein paar Nachrichten mit ihren Hashwerten, die das Verfahren, das bei Bitcoin zum Einsatz kommt (SHA-256) erzeugt (die Buchstaben stammen aus der Darstellung im Hexadezimalsystem). Schon kleinste Änderungen an der Nachricht erzeugen völlig andere Hashwerte:

"Freies Geld" | ede9ef2474c3a5951aceb6009223f2fff90aeba6e7a625c3fceb7f7806a1e94e
"FreiesGeld"  | 6baafaa91301445e178c9a46a38c80a2306a69ed3960258ed51a85645308e078
"Fraies Geld" | a82e3509c623abf4669de478a2608bfa4bbbf1d69ce544dea33e20b23e20bd09
"Faires Geld" | fc85b8d4d31fd1fc124c240dcc141c0a1876afe1494df214415e616c11f87e5c

Bitcoin-Details:

Zur weiteren Sicherheit werden bei Bitcoin Hashfunktionen doppelt angewendet, d.h. der erste Hashwert wird nochmal ge-hasht.

Bitcoin verwendet ein asymmetrisches Kryptosystem, das „Elliptic Curve Cryptography“ (ECC) genannt wird. Bei diesem Verfahren reichen bereits kurze Schlüssellängen zu einer enormen Sicherheit. Bei Bitcoin werden öffentliche Schlüssel mit einer Länge von 160 Bit eingesetzt. Das entspricht in etwa der Sicherheit einer Schlüssellänge von 1024 Bit beim bekannten Algorithmus RSA. (zum Vergleich: Die SSL-Verschlüsselung für HTTPS – typisch für Online-Banking – ist mit RSA und 128-Bit-langen Schlüsseln abgesichert.)

Bitcoin-Adressen sind nichts anderes als öffentliche Schlüssel. Die zugehörigen privaten Schlüssel werden in der wallet.dat-Datei gespeichert. Bitcoin-Adressen werden in einer eigenen Codierung geschrieben, genannt Base58. Diese Codierung dient unter anderem dazu, die ausgeschriebene Form von Schlüsseln leserlich und kurz zu halten und auf druckbare ASCII-Zeichen abzubilden. Im Vergleich zur bekannten Standard-Codierung Base64 wurden bei Bitcoins Base58 gezielt Satzzeichen weggelassen, damit bei einem Doppelklick auf die Zeichenfolge diese komplett ausgewählt wird, was häufige Vorgänge wie Kopieren und Einfügen erleichtert. Außerdem wurden bei Base58 noch solche Zeichen ausgelassen, die beim manuellen Abtippen zu Verwechslungen führen könnten wie z.B. O (großes „O“) und 0 (Null) oder 1 (eins) und l (kleines „L“).

Bitcoin handeln: Mt. Gox

Mt. Gox - LogoMt. Gox ist derzeit der bestausgebaute Markt, um Bitcoins in andere Währungen zu tauschen. Hier ein kurzer Überblick.

Auf Mt. Gox werden Bitcoin in USD gehandelt, vor allem in Form von Liberty Reserve USD.

Ein Zugangskonto zu erstellen geht sehr schnell und kostenlos.

Konto aufladen

Mt. Gox - Einzahlung

Mt. Gox - Einzahlung

Bitcoin: Um vorhandene Bitcoins zu verkaufen, diese einfach auf die angegebene Bitcoin-Adresse überweisen.

Euro: Um Euro einzuzahlen, sind die beiden einfachsten Möglichkeiten:
1. Überweisung an ein europäisches Konto von Mt. Gox. Eine Einzahlung kostet 2% Gebühr.

2. Liberty Reserve auf US-Dollar lautende Online-Währung, oft abgekürzt als LRUSD.

Um Liberty Reserve USD zu kaufen ist ein Wechseldienst nötig (auf der Seite gibt es eine Liste aller LR-Wechseldienste). Der derzeit einzige Dienst in deutscher Sprache ist eCardOne.com .

Bei eCardOne beträgt die Umtauschgebühr von EUR nach LibertyReserve 1,5% (mind. 3,50 EUR).

Alle ausgehenden Zahlungen von Liberty Reserve sind kostenlos, also auch die Überweisung an Mt. Gox.

Beispiel:
via eCardOne -> LibertyReserve -> Überweisung an Mt. Gox
Kosten für Einzahlung von 100,- EUR : 3,50 EUR

Geld vom Konto abheben

Bitcoin: Bei Bitcoin ist es wieder einfache: Eine eigene Adresse in das vorgesehene Feld kopieren und Summe eingeben.

Euro: Auszahlungen von Mt. Gox in Offline-Währungen sind nur über Liberty Reserve möglich. Zahlungen zu erhalten kostet bei Liberty Reserve 1% Gebühr (mind. 0,01 USD, max 2,99 USD). Liberty Reserve wieder in EUR zu tauschen kostet bei eCardOne 1.9% (mind. Gebühr 3,50 EUR).

Beispiel:
Mt. Gox -> LibertyReserve (1%) -> via eCardOne (1.9%, mind. Gebühr 3,50 EUR) -> Bankkonto

Kosten für eine Auszahlung von 100,- USD: 1USD (LR-Gebühr) + 3,50 EUR (eCardOne-Gebühr) = 4,22 EUR.

Andere BTC-Wechselmöglichkeiten

Weitere Märkte sind in Überarbeitung bzw. Vorbereitung, darunter bitcoinmarket.com (USA) und bitcoinexchange.com (Europa).

Bieten Sie selbst etwas zum Verkauf an (ein eigens Buch als PDF, selbstkomponierte Musik als MP3) und nutzen Sie Bitcoin. Oder integrieren Sie Bitcoin in Ihren bestehenden Shop und nutzen Sie die Aufmerksamkeit, die dieses neue Internetwährung mit sich bringt. Ich trage Sie gerne in die Händlerliste ein.

Das Neue: P2P und Netzwerke statt Hierarchie

In vielen unterschiedlichen Bereichen sind neue Entwicklungen zu Netzwerkstrukturen erkennbar, besonders dort, wo zentralisierte, große hierarchische Strukturen an ihre Grenzen stoßen und Krankheitssymptome erzeugen. Zu den neuen Bereichen und alternativen Entwicklungen gehören z.B. Rückbesinnung auf lokale Lebensmittelproduktion statt riesiger Transport- und Verteilungslogistik, überhaupt Stärkung von lokaler Wirtschaft, dezentrale Energieerzeugung statt zentraler Großkraftwerke (Solar, Erdwärme, Blockheizkraftwerk, usw.). Auch Entwicklungen auf ganz anderen Gebieten können im weiteren Sinne dazugezählt werden: Web2.0 mit selbsterzeugten Inhalten wie z.B. Blogs oder Videos, Internetplattformen zur Vermittlung von Peer-to-Peer-Krediten, Tauschringe, Selbsthilfegruppen, Bürgerinitiativen, Flashmobs, usw.

Beispiel: P2P und Musikindustrie

Die Auswirkungen und neuen Entwicklungen von Netzwerkstrukturen laufen nicht ohne Reibungen ab, sondern führen zwangsläufig zu Spannungen mit etablierten, hierarchischen bzw. zentralisierten Systemen. Beim Beispiel von Filesharing, also Dateiaustausch zwischen Nutzern, wurden bestehende Distributionsstrukturen unterlaufen. Film- und Musikdateien wurden illegal weitergegeben, unter Nichtbeachtung des Kopierrechts.
Doch auch alle juristischen Auseinandersetzungen konnten nichts am Erfolg von Filesharing-Programmen ändern. Einige System wurden abgeschaltet oder gewaltsam unbrauchbar gemacht, während auf der anderen Seite hierarchische Strukturen von Medienfirmen und deren Distributoren Einbußen hinnehmen mußten.

Nach diesen Verlusten auf beiden Seiten kam es zu dauerhafteren Veränderungen. Z.B. wurden neue, stabilere Filesharing-Programme entwickelt, auch im Medienvertrieb sind neue Strukturen entstanden: z.B. Internetverkauf einzelner Musikdateien, BitTorrent-Downloads zur serverentlastenden, legalen Weitergabe großer Dateien (z.B. Download von OpenOffice). Mittlerweile gibt es sogar eine neue Generation von Künstlern, die sich gezielt direkt über Internet an ihr Publikum wenden und hierarchische Verteilungsstellen (Plattenfirmen, Agenten, usw.) meiden, um nach eigenen Aussagen ihre künstlerische Freiheit und Unabhängigkeit zu bewahren.

P2P-Geld und Geldmonopol

Genauer betrachtet ist heutiges Staatsgeld das fundamentalste, zentralisierte System überhaupt. Wortwörtlich jeder ist darin involviert. Die Durchsetzung des Monopols der Gelderzeugung unterliegt dabei dem Gewaltmonopol des Staates. Während das sog. Gewaltmonopol eine wichtige Errungenschaft eines demokratischen Rechtsstaats darstellt, ist das beim Geldmonopol nicht einzusehen. Welcher wirtschaftliche oder sonstige vertretbare Grund spricht für das Geldmonopol?

Beim Nachsuchen bin ich tatsächlich auf keine einzige formulierte Begründung für das Geldmonopol gestoßen – eher Schweigen und Dunkelheit. Vielleicht kann mich auch noch jemand aufklären? Diese Einrichtung geht mindestens zurück bis zum römischen Kaiserreich und stammt zuletzt noch aus feudalistischen Zeiten, als Feudalherren das Münzprägerecht innehatten. Mehr als ein überholtes „Gewohnheitsrecht“ kann ich nicht erkennen.

Wieso kann es nicht auch anderes Geld geben? Könnte nicht jeder ein eigenes Geld herausgeben, so wie jeder auf dem Markt Waren und Dienstleistungen frei anbieten kann? Sollten nicht die Marktteilnehmer entscheiden können über die Qualität eines Geldes? Ich bin mir sicher, daß das Staatsmonopolgeld hier jeden Wettbewerb verlieren würde. Wer will schon weiter Monopoly-Papier-Spielgeld, wenn er auch Edelmetalle bzw. voll wertgedecktes Geld haben kann, oder wenn er bei Bitcoin kostenlose Überweisungen und Wertbestand durch garantierte Nichtvermehrbarkeit in einem haben kann. Was spricht also gegen einen Wettbewerb zwischen verschiedenen Formen von Geld?

Geld ist eine Erfindung

Unser heutiges Geld, ohne jeglichen inneren Wert, ist eigentlich nur eine Erfindung, ein geistiger Kunstgriff. Das funktioniert nur noch, weil die meisten daran glauben, dieses Geld sei etwas wert, weil es im Supermarkt immer noch Essen dafür gibt.
Dabei gibt es gar kein „Geld“ an sich. Geld ist nur ein Wirtschaftsgut wie jedes andere Gut auch. Das einzig Besondere an Geld ist, daß es sich besonders gut tauschen läßt. Oder andersherum: Jedes Gut, das sich gut tauschen läßt, eignet sich grundsätzlich als Geld. Das ist bekannt aus Krisenzeiten, wenn plötzlich Schnaps und Zigaretten zu Geld werden. Ob das Gut angenommen wird oder nicht und sich als Geld bewährt, entscheidet der Markt.

Was rechtfertigt die besondere Behandlung, Unmengen an Gesetzen und Regelungsmaßnahmen für ein an sich wertloses Tauschgut? Da könnte der Staat auch ein beliebiges anderes Gut derart vereinnahmen und mit Gesetzen überziehen, z.B. Parfümflakons oder Autoreifen. Was passiert, wenn Güter und Produktion totaler staatlicher Planung und Kontrolle unterliegen, sollte jedem spätestens mit der DDR klargeworden sein. Unsere Lage im Geldmonopol ist dagegen so: Statt aller Güter und Produktion wird nur noch das universale Tauschgut staatlich festgelegt und kontrolliert. Ist das ein großer Unterschied?

Das Geldmonopol steht und fällt mit dem Verständnis davon, was der „Staat“ ist. In obrigkeitsgläubigem Denken ist der Staat soetwas wie eine handelnde und verantwortliche Instanz, die v.a. mehr weiß und kann als ich als einzelner. Doch im Grundgesetz steht: „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.“ Der Staat ist nur das Ausführungsorgan des Volkswillens. Es kommt also darauf an, was jeder einzelne will. Doch einen echten Willen kann nur haben, wer auch versteht, was sein Handeln oder Unterlassen bewirkt.

Die Antithese zum Bestehenden und ein möglichst friedlicher Wechsel

Mit Bitcoin kann jeder eine dezentrale, selbstorganisierende Währung nutzen, die unabhängig von jeglicher Einflußnahme funktioniert. Niemand kann das System betrügen, korrumpieren oder beherrschen. Dazu müßte schon das ganze Internet abgeschaltet oder derart massiv eingeschränkt werden, daß es nichts mehr mit dem heutigen Internet zu tun hat.

Ein System wie Bitcoin ist geradezu die Antithese eines Monopols, das durch und durch auf hierarchisches Denken und Funktionieren ausgelegt ist und es geradezu als Selbstverständnis internalisiert hat. Wird mit dezentralen Ansätzen diese Gegenthese ausgesprochen, muß das System wie ein Tier im Überlebenskampf reagieren, alle Kräfte einsetzend. Deswegen können Neuerungen wie Bitcoin oder andere Ansätze für Marktgeld zu großen Verwerfungen, Machtaufgeboten und Umbrüchen führen. Der Vergleich mit dem Beispiel der Musikindustrie ist dabei verschwindend harmlos.

Deswegen ist es wichtig, den Zusammenbruch und ein paar mögliche Abläufe grundlegend zu verstehen.
Das derzeitige Geldsystem ist mit seiner Schuldenbasiertheit fehlkonstruiert, so daß es schon ganz allein aus sich heraus zusammenfallen muß, allein schon aufgrund des exponentiellen Wachstums des Zinseszinseffekts der Schulden, so wie jede ungedeckte Scheinwährung in der Geschichte der Menschheit bis heute zusammengebrochen ist.
Der Niedergang des Geldsystems ist weder ein Projekt und noch weniger die „Schuld“ von alternativen Ansätzen, noch vom „Kapitalismus“ oder „gierigen Managern“. Keiner dieser aufgebauten Schuldigen braucht bekämpft zu werden. Umgekehrt braucht auch das Schuldgeldsystem nicht bekämpft werden. Das ist wichtig, sich klarzumachen, denn die zu erwartende Medienverlautbarungen werden alle Register ziehen und auf allen Seiten als Kampfansagen geäußert werden. Verwirrung ist geradezu das Allheilmittel für ein zentrales System, das dann wieder erstarken und von oben herab „Ordnung schaffen“ kann.

Es reicht zu verstehen, was besser ist. Einfach schon jetzt die Möglichkeiten ausloten, für sich selbst entscheiden und nötige Änderungen vollziehen, wo es möglich ist und den Rest vorbereiten.

Marktgeldansätze wie Bitcoin sind Entwicklungen, um Alternativen anbieten zu können, die während oder nach einem Zusammenbruch des momentanen Systems infrage kommen. Aus der Politik kennt man ja gerade Floskeln wie „alternativlos“. Von dort ist also nichts zu erwarten als ein Neustart des Scheingeldsystems. Dann aber sehr wahrscheinlich mit neuen restriktiveren Maßnahmen und weitreichender Kontrolle, etwa Bargeldabschaffung und Einführung von digitalen Bezahlkartenzwang. Propagiert würde das wahrscheinlich als Sicherheit für die Bürger und Schutz gegen neuerliche Zusammenbrüche, wohingegen die Praxis eine weitere Ausweitung von Datenerhebung, Staatskontrolle, empfindliche Einschränkung von Freiheitsrechten und weitere beliebige Geldvermehrung wäre. – In diesem Zusammenhang muß klar gesagt werden: Freier Handel (nicht staatsüberwacht und kontrollierter) und Bargeld sind sehr wichtige, freiheitliche Errungenschaften, die keinesfalls eingeschränkt oder abgeschafft werden dürfen – auch wenn noch soviele Argumente dagegen erfunden und angeführt werden.

Wenn schon digitales Geld, dann eine transparente, frei einsehbare Entwicklung. Keinesfalls ein staatliches System, von irgendwelchen „Experten“ entwickelt. Hier bietet Bitcoin schon heute die funktionierende Möglicheit, anonymes, bargeldähnliches Bezahlen auch digital im Internet zu gewährleisten. Von keinen Partikularinteressen kontrolliert, sondern als offen einsehbares Konzept und System (Open Source). Alle wichtigen technischen Standards sind ebenso offen einsehbar und von vielen Augen geprüft. Bei einem freiheitlichen Geldsystem und jedem Marktgeld ist eine solche Transparenz Voraussetzung dafür, daß es von „Kunden“ überhaupt akzeptiert wird. Niemand wird zukünftig mehr die Katze im Sack kaufen, so wie beim heutigen Geldsystem gezwungenermaßen.

Solange der Fall und der entscheidende Momente bevorsteht, ist jetzt noch Zeit, das Schicksal in die eigene Hand zu nehmen und das Kommende zu verstehen. Bitcoin installieren, ausprobieren und mehr verstehen kann dazu beitragen.

Bitcoin intern: Peer-to-Peer (P2P)

Bitcoin ist eine sehr intelligente Kombination unterschiedlicher Konzepte, die sich alle gegenseitig ergänzen und unterstützen. „Bitcoin intern“ geht hier ein wenig mehr ins Detail.

Eine der wichtigsten Eigenschaften ist die dezentrale Funktionsweise. Das Konzept dahinter wird „Peer-to-Peer“ genannt, auf deutsch etwa „Verbindung zwischen Gleichgestellten“.

Internetversierte sind evtl. schon vertraut mit Namen wie Filesharing, Napster, BitTorrent, usw. und können den Abschnitt überspringen.
Peer-to-Peer läßt sich leicht mit einer Analogie verstehen: Das „Netzwerk“ zwischen Bekannten. Jeder kennt eine bestimmte, aber begrenzte Anzahl von Menschen. Diese kennen wiederum andere. Über ein paar Zwischenstationen ist so jeder Mensch mit jedem anderen auf der Welt verbunden. Die gleiche Idee steckt hinter Peer-to-Peer Netzwerken.

Netzwerke

Doch zunächst: Prinzipiell ist ein Internetanschluß eine Art Verbindungsrohr, das zu Millionen anderen Rechnern führt. Für die Verbindung ist nur noch die entfernte Adresse nötig.

Das alte Modell: Client-Server

Client-Server-Modell

Client-Server-Modell

Das bisher am weitesten verbreitete Modell im Netzwerk heißt „Client-Server“, also etwa Kunde und Diener (Diensterbringer). Als Benutzer verwendet ich ein Client-Programm, um mich mit einem Server zu verbinden und ihn zu nutzen. Z.B um diese Seite hier zu lesen einen Browser für Server im WWW, oder ein Emailprogramm für Emailserver, FTP-Programm für Dateiserver, andere Programme für Chatserver, Spielserver, usw. Das nebenstehende Bild versucht, das zu veranschaulichen.

Es handelt sich immer um einen zentralisierten Aufbau. Aller Verkehr läuft nur zwischen dem Client und dem Server, es gibt keine direkten Verbindungen zwischen den Dienstnutzern. Um z.B. eine Email an jemanden zu senden, verbindet sich das Emailprogramm mit dem Server und legt die Email dort ab. Der Empfänger kann die Nachricht später von dort abholen. Direkte Verbindungen zwischen Sender und Empfänger sind nicht möglich.

Anschaulich ist das beim Schienensystem von Frankreich. Vor allem im Norden läuft jede Verbindung zwischen zwei Orten, die nicht auf derselben Linie liegen, zwangsläufig über Paris. Querverbindungen gibt es so gut wie nicht. Ein zentralisierter Aufbau.

Vorteile:

  • einfach zu verstehen und aufzubauen
  • einfache Kommunikation mit simplem Abfrage-Antwort-Schema. Der Client frägt, der Server antwortet.

Nachteile:

  • Flaschenhals-Effekt, also Gefahr von Staus und Überlastung bei hohem Verkehrsaufkommen.
  • Zentral organisierte Aufbauten sind nur schlecht auf Wachstum ausgelegt.
  • hohe Infrastrukturkosten an der zentralen Stelle (mächtige Server, vgl. große Bahnhöfe für Millionen von Reisende, vgl. einige wenige große Kraftwerke für die Energiversorgung eines ganzen Landes)
  • Fällt die Zentralstelle aus, bricht das gesamte Funktionieren zusammen.
  • abhängig von anderen, z.B. von Zahlungdiensten, Providern (vgl. Wikileaks), Energielieferanten, etc.
  • verwundbar durch relativ einfache Attacken (Denial-of-Service)

Das neue Modell: Peer-to-Peer

P2P

Peer-to-Peer-Netz

In einem P2P-Netzwerk kann jeder mit jedem kommunizieren. Es geht um die Vernetzung kleiner, an sich selbständiger Einheiten, die durch das Vernetzen einen Vorteil haben. Die teilnehmenden Einheiten lassen sich jetzt besser als Netzknoten beschreiben, weil sie alle über die gleichen Funktion verfügen und nicht mehr wie zuvor in oben/ unten, Zentrale/Peripherie unterscheidbar sind. Dabei übernimmt jeder Knoten gleichzeitig Funktionen als Server und als Client.

Jetzt bleibt nur noch die Aufgabe, die Adresse eines anderen Knotens zu finden bzw. einen anderen zu adressieren. Die meisten Peer-to-Peer-Netzwerke haben dabei eine eigene Lösung speziell für ihre Anwendung. Bei Bitcoin laufen Transaktionen zwischen Bitcoin-Adressen. Bei einer Nachrichten-Software könnte es über Benutzernamen oder Emailadressen laufen.

P2P-Nachricht

Nachricht in P2P-Netz

Um andere Adressen zu finden, könnte einfach auf einem Rechner eine öffentliche Liste geführt werden, ähnlich wie ein Telefonbuch. Aber damit wäre das System wieder zentralisiert und von dieser Stelle abhängig. Die neue Idee bei echten, unabhängigen Peer-to-Peer-Netzen ist eine Art Flüsterpost. Jeder Knoten verbindet sich technisch gesehen nur mit einer kleinen Zahl von anderen Knoten. Bei Bitcoin sind das typischerweise acht. Über diese Anschlußknoten ist ein laufendes Bitcoin-Programm mit dem gesamten Netzwerk verbunden, genau wie ein Mensch über Bekannte mit allen anderen Menschen verbunden ist. Jeder Knoten hat dabei eine einfache Aufgabe: Eine erhaltene Nachricht von einem Knoten wird an die übrigen weitergeleitet, sofern sie noch unbekannt ist. Doppelt erhaltene Nachrichten werden einfach ignoriert. Auf diese Weise verteilen sich Nachrichten in kürzester Zeit im ganzen Netz, und das mit wenig Aufwand für die einzelnen Knoten.

Vorteile:

  • dezentral
  • konfigurationsfrei/selbstkonfigurierend – keine komplizierten Einstellungen wie z.B. bei Mailprogrammen
  • Netzwerk kann beliebig wachsen und sich in der Struktur ändern
  • gleichbleibender Aufwand für einen Knoten, unabhängig von der Anzahl der Netzteilnehmer
  • Ausfallsicherheit/Selbstheilung – keine Serverausfälle möglich; wenn einzelne Knoten ausfallen, funktioniert das System trotzdem weiter
  • Ermöglichung von freiheitlichen Anwendungen, ohne Abhängigkeit vom Funktionieren hierarchisch strukturierter Systeme. Es ist nicht mehr nötig, die Netzwerkbelastung (auf Dienstebene) zu überwachen oder zu kontrollieren.

Nachteile:

  • Software komplizierter zu programmieren und zu testen
  • neue, noch wenig untersuchte Technologie

Detail: Bootstrapping – An den eigenen Haaren aus dem Sumpf…

Nach dem Starten kennt die Bitcoin-Software noch keine Partnerknoten. Dafür gibt es einen sog. Bootstrapping-Mechanismus, also eine erste Möglichkeit, um von Null anzufangen und an Adressen von Peers zu kommen. Für größere Ausfallsicherheit benutzt Bitcoin mehrere unterschiedliche Methoden.

1. Zuerst versucht die Bitcoin-Software sich auf einen IRC-Kanal zu verbinden, also auf einen Chatserver. Dort wählen sich alle Bitcoin-Installationen ein und codieren ihre IP-Adresse im Anmeldenamen. Die anderen anwesenden Knoten können diese codierten Namen in IP-Adressen zurückrechnen und sich so direkt mit den anderen Knoten verbinden.

2. Bitcoin führt intern eine Liste aller IP-Adressen, von denen es im Betrieb erfahren hat. Sollte der IRC-Kanal nicht erreichbar sein, wird auf diese Liste zurückgegriffen, was etwas langsamer sein kann, aber genauso funktioniert. Sobald ein Knoten zum Netzwerk hinzukommt, versendet er sog. Addr-Nachrichten im Netzwerk, um andere zu benachrichtigen, die sich seine Adresse merken können.

3. Die interne Adressenliste ist vorab befüllt mit einigen bekannten Knoten, die auf der ganzen Welt verteilt sind und von Bitcoin-Enthusiasten rund um die Uhr betrieben werden. So können sich auch frisch installierte Programme verbinden, falls der IRC-Kanal nicht erreichbar ist.

MyBitcoin: Internet-Geldbeutel und mehr

MyBitcoin-LogoMyBitcoin bietet ein Bitcoin-Konto im Internet, auch ohne eigene Bitcoin-Software. Natürlich kann das Progamm gleichzeitig nebenher betrieben werden.

Es gibt viele mögliche Anwendungen für diese Seite.

1. Eigenständiges MyBitcoin-Konto.

Es ist gar keine Installation der Bitcoin-Software nötig, wem das zu aufwendig oder undurchsichtig ist. Es sei aber darauf hingewiesen, daß das Bitcoin-System als P2P-Netzwerk von möglichst vielen Anwendern lebt. Die laufende Software vermittelt genau diesen Eindruck, an einem lebendigen Netzwerk teilzuhaben.

2. Um über das Internet auf Bitcoins zuzugreifen.

Z.B. wenn Sie von ihrem Rechner mit der Bitcoin-Software und ihrer Geldbeutel-Datei (wallet.dat) getrennt sind. Unterwegs nutzen Sie vielleicht einen Rechner im Internetcafe, an der Arbeitsstelle, bei Bekannten, in einem Hotel oder auch ein Mobiltelefon.

Für solche Fälle dient MyBitcoin als zweiter Geldbeutel für unterwegs. Einfach einen Betrag an die eigene MyBitcoin-Adresse überweisen und dann weiter über die MyBitcoin-Internetseite Zahlungen veranlassen bzw. erhalten.

Überweisung senden mit MyBitcoin

Überweisung senden mit MyBitcoin

3. Für Händler / zum Verkaufen auf der eigenen Internetseite

Wie schon in der Einführung erwähnt, sollte ein Anbieter beim Bezahlen jedem Kunden immer eine neue Bitcoin-Adresse übermitteln. So ist es von außen nicht möglich nachzuvollziehen, wieviel der Anbieter insgesamt eingenommen hat. MyBitcoin bietet das kostenlos als automatische Funktion für die eigene Seite an. Das läßt sich einfach und schnell einrichten:

Link zu Merchant Tools

etwas versteckt: "Merchant Tools" in der Fußleiste

Nach dem Anmelden auf der MyBitoin-Seite erscheint in der Fußleiste der Link für die sog. „Merchant-Tools“.

Hier läßt sich HTML-Code erzeugen, der sofort auf der eigenen Seite verwendet werden kann. Dazu in das Formular Betrag, Kundenhinweis und Eigenvermerk eintragen, es können zusätzlich auch noch Adresse für Erfolgs-, bzw. Fehlerseite eingetragen werden, auf die der Kunde nach dem Bezahlen weitergeleitet wird.

HTML-Code erzeugen

HTML-Code erzeugen

Der erzeugte Code für einen einfachen Link sieht z.B. so aus:

<a>
href="https://www.mybitcoin.com/sci/paypage.php?t=yIBD7mwH1qyKoYFTQucwyW 
7W5CN2Sy7Fa4nTGBscWSqVMEYkPtIfIavEhS66gkOCJfcKwP1gyR2_Bp-h8-FdGk3Y_wxhFm 
JLNGalesddK1EwUQhUkiCSpo8GWhGa6ZHwVl79zpp3eBQVnjolE6FcIvLSwUl7sCZ8M7eMh8 
OMnsdXnywWtcTavdM5iFwwwE65r2k83zDcELYRRa3z2nVp4uN3R-V-IIFk6QzrkyXgTBT10v 
rvtwFwyGI4gVmFI9BWuegZ3FIl_RPEuBaC4a9BZlSyVVwiLFIVCZ7qfZB7sUO1DuGNoEzuLe 
aRRGN4nGEeN-dYHCNSIVwwWFVKdr5QhilcXI1C">Mit Bitcoin bezahlen</a>

Einfach auf die Seite einbinden:
Mit Bitcoin bezahlen | Oder mit einer Grafik: Mit Bitcoin bezahlen

Der Kunde sieht beim Bezahlen die folgende Seite. Dort kann er wählen, ob er mit einem eigenen MyBitcoin-Konto zahlen möchte oder eine Bitcoin-Adresse erhalten möchte, um via Software zu überweisen.

Zahlung über MyBitcoin

Kundensicht bei einer Zahlung über MyBitcoin

 

Bitcoin-Einführung: Wie geht das?

1. Installieren

DownloadBitcoin-Software herunterladen:
WindowsLinuxMac OS X

Die Installation funktioniert unter Windows sehr einfach, wie üblich mit einem Installationsprogramm.
Auf Linux einfach entpacken (Kommando: tar -xvzf bitcoin-0.3.19-linux.tar.gz), es braucht nicht weiter installiert werden, denn alles bleibt im selben Verzeichnis. Entweder ein Bitcoin-Verzeichnis im eigenen Benutzerverzeichnis anlegen (etwa ~/bin/bitcoin) oder systemweit am besten im „/opt“-Bereich unterbringen.
Für eine Mac-Installation habe ich noch keine Möglichkeit gehabt, sollte aber entsprechend einfach sein.

2. Erstes Starten

Beim erstmaligen Starten versucht das Programm über mehrere Methoden mit anderen bereits laufenden Programmen eine Verbindung herzustellen. Ist das gelungen, startet eine längere Phase intensiven Herunterladens der bisherigen Block-Kette und ihrer (vereinfachten) Transaktionen. Je nach Internetverbindung kann das bis zu 30-45, sogar 60 Minuten dauern. Diese Block-Kette enthält die Liste aller Transaktionen und ist eine auf alle Teilnehmer verteilte Datenbank. An Sie adressierte Überweisungen sind frühestens sichtbar, wenn der entsprechende Block heruntergeladen wurde. Dieser Verwaltungsaufwand der verteilten Block-Kette ist notwendig für die Sicherheit im Peer-to-Peer-System. Jedes teilnehmende Programm überprüft nämlich die Korrektheit der Transaktionen und deren Signaturen. Die Blöcke bilden eine Signaturenkette, d.h. um den neuesten Block überprüfen zu können und absolute sicher gegen Veränderungen und Manipulation zu sein, müssen zuerst alle Blöcke seit Beginn des Systems einmal überprüft werden. Obwohl das beim ersten Mal recht aufwendig erscheint, ist das nur einmal notwendig. Im normalen Betrieb ist das Programm recht genügsam und verbraucht kaum Ressourcen.
Auf Windows zieht es beim Minimieren auch optisch unauffällig in den Infobereich der Taskleiste zurück.

Ein Bildschirmfoto der laufenden Software:
Benutzeroberfläche
Ein einfaches Menü, zwei Knöpfe zum „Überweisen“ und um das „Adreßbuch“ anzuzeigen.
Darunter die eigene Adresse zum schnellen Kopieren und ein Knopf, um eine neue Adresse zu erzeugen.
Das Feld für den eigenen Kontostand und darunter die Liste aller Überweisungen mit verschiedenen Ansichten.
Ganz unten in der Statusleiste werden Übersichtsinformationen angezeigt: Anzahl der Verbindungen zu anderen Bitcoin-Teilnehmern (typischerweise 8), Anzahl aller Blöcke und der eigenen Transaktionen.

3. Erste Transaktion – geschenkte Bitcoins

Unter folgender Adresse gibt es tatsächlich geschenkte Bitcoins für alle Neulinge: Free Bitcoins
Einfach die eigene Bitcoin-Adresse kopieren und dort einfügen. Ein paar Minuten später erscheinen ein paar Bitcoin-Cents in den Gutschriften.

4. Erste Überweisung

Für den Test können Sie die erhaltenen Bitcoin-Bruchteile gleich wieder an den Betreiber der Freebitcoin-Seite zurücksenden, oder auch an eine andere Adresse, z.B. eine eigene.

Auf „Überweisen“ klicken und im Überweisungsfenster die Adresse und den Betrag eintragen. Senden – Fertig. Einfacher als jedes Online-Banking.
Bitcoin Überweisung

5. Ein paar Details

Der Geldbeutel
Das ist eine spezielle Datei. Dorthin werden Ihre Bitcoin-Adressen und auch ihr Guthaben gespeichert. Die sog. wallet.dat liegt im privaten Teil ihres Benutzerverzeichnisses
Unter Windows z.B. in C:\Dokumente und Einstellungen\Benutzer\Anwendungsdaten\Bitcoin\wallet.dat
unter Linux in ~/.bitcoin/wallet.dat

Diese Datei kann auch gesichert und auf andere Rechner kopiert werden. Sie sollten dann jedoch darauf achten, Ihr Geld nicht achtlos herumliegen oder andere darauf zugreifen zu lassen.

Einstellungen
Dialog für Einstellungen

Die meisten Optionen sind selbsterklärend bis auf die beiden letzten:
Ein SOCKS4-Proxy ist im Normalbetrieb nicht notwendig. Mit dieser Option kann ein Anwendungs-Proxy eingestellt werden, über den der Datenverkehr laufen soll. Der meistgenutzte Anwendungsfall dafür ist eine Installation des Tor-Systems, das Internetverkehr über ein P2P-Netzwerk anonymisiert. Meistens wird dieser Proxy auf dem eigenen Rechner installiert, deswegen lautet die Voreinstellung: 127.0.0.1 für die Standard-Rückkoppelungs-Adresse.

Außerdem läßt sich noch eine Transaktions-Gebühr einstellen. Zuvor wurde gesagt, Bitcoin-Überweisungen seien kostenlos. Das stimmt auch. Jedoch kann es sein, daß Transaktionen mit einer Gebühr schneller verarbeitet werden, insbesondere zu Zeiten mit hohem Verkehrsaufkommen (momentan ist das Netzwerk aber noch weit von solchem Datenverkehr entfernt.) Diese Option dient vor allem für die Zeit, wenn keine Münzen mehr erzeugt werden, damit weiter ein Anreiz besteht, um Blocks mit signierten Transaktionen zu lösen. Die Voreinstellung ist 0,01 Bitcoin pro Überweisung.

6. Wie komme ich an Bitcoin?

Am besten indem Sie Ihre Waren oder Dienstleistungen gegen Bitcoins anbieten. Das stärkt die Bitcoin-Wirtschaft, die derzeit gerade im Entstehen ist. Sie können sofort teilhaben an dieser neuen Entwicklung. Sehr geeignet sind Bitcoin anfangs v.a. für Internetgeschäfte und digitale Waren, E-Books, Software, Dienstleistungen, usw. In Nordamerika gibt es auch schon eine ganze Reihe handfester Waren mit Bitcoin zu erwerben.

Wenn Sie ein Geschäft haben oder kennen, das Bitcoin akzeptiert, würde ich mich über eine Nachricht freuen. Ich werde dann einen Link und einen Hinweis hier in einer wachsenden Liste veröffentlichen.

Außer über Verkauf können Sie Bitcoin auch auch auf speziellen Märkten im Tausch gegen andere digitale und staatliche Währungen kaufen bzw. verkaufen. Der bestentwickelte Markt ist momentan Mt.Gox. Bei einem weiteren, Bitcoin-OTC (OTC steht für Over-the-Counter-Geschäfte), finden Sie unabhängige Bitcoin-Händler und vereinbaren selbst Bezahl- und Lieferkonditionen.
Im europäischen Raum sind Märkte gerade erst im Entstehen.

Erzeugen: Sie können Bitcoin auch selbst „erzeugen“, wenn Sie die Option „Münzen erzeugen“ aktivieren.
Einstellungsmenü
Das Programm versucht dann, eine rechenaufwendige Lösung für ein Problem zu finden, um als erstes einen Block von Transaktionen signieren zu dürfen. Dabei wird der Prozessor voll ausgelastet. Als Belohnung für diese harte Aufgabe winken 50 Bitcoin. Gleichzeitig ist diese Aufgabe sehr wichtig für die Sicherheit der Transaktionen und somit aller Teilnehmer. Doch um wieder nüchtern zu werden angesichts solcher Aussichten, „Geld zu erzeugen“: Mit einem durchschnittlichen PC besteht kaum eine Chance, die Belohnung zu erhalten. Professionelle „Miner“ („Bergbauarbeiter“ entsprechend der Gold-Analogie) haben bereits machtvolle Internetserver auf die Aufgabe angesetzt.

Die beste Art, Geld zu verdienen, ist auch bei Bitcoin: Wertschöpfung.

Fertig für den Einsatz!
Jetzt haben Sie schon alles, um Bitcoin zu verwenden.

Hinweis zur Privatsphäre

Die Bitcoin-Adresse ist rein zufällig und hat nichts zu tun mit Ihnen, Ihrem Computer oder Ihrer Internetadresse. Tatsächlich ist es der öffentliche Schlüssel eines Schlüsselpaars (s. Asymmetrische Verschlüsselung bei Wikipedia)
Wie schon erwähnt werden alle Transaktionen von anderen Bitcoin-Programmen gegengeprüft. Dazu werden sie im Netzwerk verteilt und veröffentlicht. Es gibt auch eine Internet-Oberfläche, um das einzusehen unter blockexplorer.com.Wenn Sie dort die Adresse aus der ersten Transaktion einfügen, können Sie diese einsehen.
Das bedeutet: Jeder, der eine Bitcoin-Adresse von Ihnen kennt, kann alle Beträge einsehen, die auf diese Adresse eingezahlt wurden. Soll das nicht möglich sein, erzeugen Sie einfach eine neue Adresse. Das Erzeugen von Adressen hat noch einen weiteren Vorteil: Jeder Adresse kann eine Notiz beigefügt werden. Damit läßt sich z.B. auf einfache Weise der Eingang erwarteter Zahlungen kontrollieren.
Für jeden ausgehenden Bezahlvorgang verwendet das Programm immer automatisch eine neue Adresse.
Zwei Anwendungsfälle: Ein öffentlicher Spendenaufruf könnte eine einzige Bitcoin-Adresse veröffentlichen und damit gleichzeitig für jeden offenlegen, wieviel dort eingezahlt wurde.Ein Händler kann dagegen jedem einzelnen Bezahlvorgang eine neue Adresse zuweisen, damit die Zahlungen von außen nicht rekonstruiert werden können. Er könnte aber auch jedem Kunden eine eigene Adresse geben. Damit könnte der Kunde und auch der Kaufmann sofort das insgesamte Handelsvolumen eines Kunden ermitteln und evtl. Rabatte vereinbaren.
Das System ist also einfach zu handhaben, sehr flexibel und so anonym, wie Sie es einsetzen.