Freies Geld

Bitcoin, Wert, Freiheit

Kategorie-Archiv: Presse

Bitcoin in Irish Times

Ein lesenswerter Bericht über Bitcoin wurde bereits im November letzten Jahres im Wirtschaftsteil der Online-Ausgabe der Zeitung Irish Times (irishtimes.com) veröffentlicht.

Imagine your computer as a wallet full of Bitcoins

Er endet damit:

Whatever Bitcoin’s future, I suspect we’re going to find out from it much about technology adoption, international regulation, and our own ability to adopt or control disruptive new ideas.

Wie die Zukunft von Bitcoin auch aussehen mag, wir werden dabei vermutlich viel herausfinden über die Einführung von Technologien, über internationale Bestimmungen und unsere eigene Fähigkeit, umwälzend neue Ideen aufzugreifen oder sie einzuschränken. [meine Übersetzung]

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Bitcoin in Buch über unser Geldsystem

In den letzten Tagen habe ich mit großem Interesse das soeben erschienene Buch von Gerd-Lothar Reschke

„Vom Falschgeldsystem zum freien Marktgeld“ gelesen.

Bitcoin wird darin erwähnt als eine erste neue Form von Marktgeld, das eine unumgängliche Entwicklung darstellt, eine Idee, deren Zeit gekommen ist.

Ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen:
Eine unverzichtbare Lektüre für alle, die sich dafür interessieren, was Geld eigentlich wirklich ist. Jeder kennt die Lage, daß anscheinend immer mehr Arbeit nötig wird und immer weniger Geld bzw. Wert und Kaufkraft übrigbleiben, daß alles immer schneller und problematischer zu werden scheint und daß die versprochenen Erleichterungen und Vereinfachungen durch Technik und Fortschritt eine ewige unerreichbare Karotte vor der Nase des Esels bleiben. Ein maßgeblicher Grund dafür ist unser Geld und unser Denken darüber. Im Buch wird nicht nur erklärt, wie uns echtes Geld trickreich vorenthalten wird, sondern wie Geld zu einem der ausgeklügeltsten Zaubertricks unserer Zeit wurde, mit dem mittlerweile – ohne zu übertreiben – fast die gesamte Menschheit systematisch geschröpft und versklavt wird.

Ganz anders als viele alternative Veröffentlichungen zu dem Thema kommt der Autor völlig ohne Aufregung, Demagogie oder subversiven Verschwörer-Pathos aus. Ganz im Gegenteil: Hier werden Zusammenhänge in ruhiger, klarer Sprache seriös erklärt, so daß jeder die Hintergründe einsehen und verstehen kann, um sich sein eigenes Bild machen zu können.

Doch das Buch bleibt nicht bei Aufklärung stehen. Schon gar nicht hält es sich mit allzu billigen Schuldzuweisungen oder fruchtlosen Systemüberlegungen auf, sondern geht nach den Hintergründen direkt auf den Lesenden, dessen Situation und Denken ein. Es dringt schonungslos dazu durch, wie wir letztendlich alle selbst dafür verantwortlich sind, wie wir hier in diesem Land zusammenleben, zusammenarbeiten, wirtschaften und welche Politik und Kultur daraus resultieren. Ganz langsam und leise, hintergründig aber dafür umso durchschlagender, als eigene unmittelbare Erfahrung, scheint beim Lesen ein viel größeres Bild durch die Zeilen hindurch: Wo wir heute sind, jeder für sich und alle zusammen: In welchem unnötigen, leidvollen, selbstgeschaffenem Sklavendasein, das auch noch ständig vertuscht und abgeleugnet werden muß, um die Wahrheit nicht so schmerzlich zu fühlen. Doch sich darüber klarzuwerden ist unumgänglich für den nächsten Schritt: Nämlich mitzugehen und zu sehen, wo wir stattdessen sein könnten. In einem lebenswerten, wertvollen, liebevollen Leben, geprägt von echten Werten, Würde und Freiheit.

Teils humorvoll, teils philosophisch, teils beißend scharf, mit tiefgehendem Klarblick, stets klar und verständlich. Mit einer Unmasse weiterführender Referenzen, Bezügen und Internet-Links, griffig, gut zu lesen, angenehmes Format. Völlig unabhängig erzeugt und geschrieben, ohne jegliches geistiges Abstützen auf etablierte Systeme. Der Autor baut nur auf den Mensch allein, auf die Kraft und unabhängige Denkfähigkeit seines Lesers. Ein Buch, das nichts beim Alten läßt, das verwandelt. Ein echter Geheimtipp!

EFF: Ein Schritt zu zensur-resistenter Währung

Logo der EFF StiftungDas EFF, die Electronic Frontier Foundation, eine amerikanische Nicht-Regierungsorganisation, die sich für Bürgerrechte und Netzfreiheit im Internet einsetzt, hatte als eine erste weithin bekannte Organisation Bitcoins für Spendenzahlungen angenommen.

Deren Artikel
Bitcoin – a Step Toward Censorship-Resistant Digital Currency
vom Do. 20. Januar ist sehr interessant, weil hier zum ersten Mal öffentlich auf die Anonymität und die weiteren Vorteile von Bitcoin im Vergleich zu bisherigen Geld- und Bezahlsystem hingewiesen wird.

Bitcoin sei ein Schritt hin zu einer zensur-resistenten Währung. Im Text wird darauf eingegangen, daß in derzeitigen Geld- und Bezahlsystemen die Daten zunehmend zweckentfremdet werden können: Aufhebung des Bankgeheimnis, zunehmende Überwachung von Daten- und Geldflüssen, Datendiebstahl, bis hin zur Erzeugung von politischem Druck wie etwa die Verweigerung von Paypal, Kreditkartenunternehmen und Bank of America im Fall Wikileaks Anfang Dezember 2010.

Link:

Bitcoin auf One Radio Network

Bitcoin auf Radio Reschke

Bester auf deutsch veröffentlichter Überblick auf Radio Reschke:

Bitcoin im Keiser Report

Auch wenn das fast schon wieder alt ist, wollte ich das doch noch nachreichen:

Bitcoin wird erwähnt im Zusammenhang mit den Verweigerungen von Paypal, Visa, Mastercard und Amazon gegenüber Wikileaks. Tenor: „Mit Bitcoin wäre das nicht passiert“.

Hier der Ausschnitt aus dem Keiser Report Nr. 106: Cables, Crises & Cyber Currencies