Freies Geld

Bitcoin, Wert, Freiheit

Kategorie-Archiv: Wirtschaft

Bitcoin in Irish Times

Ein lesenswerter Bericht über Bitcoin wurde bereits im November letzten Jahres im Wirtschaftsteil der Online-Ausgabe der Zeitung Irish Times (irishtimes.com) veröffentlicht.

Imagine your computer as a wallet full of Bitcoins

Er endet damit:

Whatever Bitcoin’s future, I suspect we’re going to find out from it much about technology adoption, international regulation, and our own ability to adopt or control disruptive new ideas.

Wie die Zukunft von Bitcoin auch aussehen mag, wir werden dabei vermutlich viel herausfinden über die Einführung von Technologien, über internationale Bestimmungen und unsere eigene Fähigkeit, umwälzend neue Ideen aufzugreifen oder sie einzuschränken. [meine Übersetzung]

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Bitcoin in Buch über unser Geldsystem

In den letzten Tagen habe ich mit großem Interesse das soeben erschienene Buch von Gerd-Lothar Reschke

„Vom Falschgeldsystem zum freien Marktgeld“ gelesen.

Bitcoin wird darin erwähnt als eine erste neue Form von Marktgeld, das eine unumgängliche Entwicklung darstellt, eine Idee, deren Zeit gekommen ist.

Ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen:
Eine unverzichtbare Lektüre für alle, die sich dafür interessieren, was Geld eigentlich wirklich ist. Jeder kennt die Lage, daß anscheinend immer mehr Arbeit nötig wird und immer weniger Geld bzw. Wert und Kaufkraft übrigbleiben, daß alles immer schneller und problematischer zu werden scheint und daß die versprochenen Erleichterungen und Vereinfachungen durch Technik und Fortschritt eine ewige unerreichbare Karotte vor der Nase des Esels bleiben. Ein maßgeblicher Grund dafür ist unser Geld und unser Denken darüber. Im Buch wird nicht nur erklärt, wie uns echtes Geld trickreich vorenthalten wird, sondern wie Geld zu einem der ausgeklügeltsten Zaubertricks unserer Zeit wurde, mit dem mittlerweile – ohne zu übertreiben – fast die gesamte Menschheit systematisch geschröpft und versklavt wird.

Ganz anders als viele alternative Veröffentlichungen zu dem Thema kommt der Autor völlig ohne Aufregung, Demagogie oder subversiven Verschwörer-Pathos aus. Ganz im Gegenteil: Hier werden Zusammenhänge in ruhiger, klarer Sprache seriös erklärt, so daß jeder die Hintergründe einsehen und verstehen kann, um sich sein eigenes Bild machen zu können.

Doch das Buch bleibt nicht bei Aufklärung stehen. Schon gar nicht hält es sich mit allzu billigen Schuldzuweisungen oder fruchtlosen Systemüberlegungen auf, sondern geht nach den Hintergründen direkt auf den Lesenden, dessen Situation und Denken ein. Es dringt schonungslos dazu durch, wie wir letztendlich alle selbst dafür verantwortlich sind, wie wir hier in diesem Land zusammenleben, zusammenarbeiten, wirtschaften und welche Politik und Kultur daraus resultieren. Ganz langsam und leise, hintergründig aber dafür umso durchschlagender, als eigene unmittelbare Erfahrung, scheint beim Lesen ein viel größeres Bild durch die Zeilen hindurch: Wo wir heute sind, jeder für sich und alle zusammen: In welchem unnötigen, leidvollen, selbstgeschaffenem Sklavendasein, das auch noch ständig vertuscht und abgeleugnet werden muß, um die Wahrheit nicht so schmerzlich zu fühlen. Doch sich darüber klarzuwerden ist unumgänglich für den nächsten Schritt: Nämlich mitzugehen und zu sehen, wo wir stattdessen sein könnten. In einem lebenswerten, wertvollen, liebevollen Leben, geprägt von echten Werten, Würde und Freiheit.

Teils humorvoll, teils philosophisch, teils beißend scharf, mit tiefgehendem Klarblick, stets klar und verständlich. Mit einer Unmasse weiterführender Referenzen, Bezügen und Internet-Links, griffig, gut zu lesen, angenehmes Format. Völlig unabhängig erzeugt und geschrieben, ohne jegliches geistiges Abstützen auf etablierte Systeme. Der Autor baut nur auf den Mensch allein, auf die Kraft und unabhängige Denkfähigkeit seines Lesers. Ein Buch, das nichts beim Alten läßt, das verwandelt. Ein echter Geheimtipp!

Bitcoin verbreitet sich

http://maps.google.com/maps?q=https://smsz.net/btcStats/bitcoin.kml

Ein Teilnehmer des Bitcoin-Forums hat sich die Mühe gemacht, die bekannten IP-Adressen von Bitcoin-Knoten in eine Karte umzuwandeln. Die Karte gibt eine weltweite Verteilung Mitte Dezember 2010 wieder.

Karte von Bitcoin-Unternehmen

Einen ganz anderen Ansatz verfolgt diese Karte bei Umapper.com, wo gemeinsam auf Google Maps gearbeitet werden kann. Dort kann sich jeder selbständig mit seinem Geschäft eintragen. (Danke für den Hinweis an Karsten.)

http://www.umapper.com/maps/google/id/84618

(Leider kann ich die Karte bei WordPress nicht einbetten.)

Jemand hat sogar einen leicht zu merkenden Domainnamen – bitcoinmap.com – dafür reserviert.

Bitcoin handeln: Mt. Gox

Mt. Gox - LogoMt. Gox ist derzeit der bestausgebaute Markt, um Bitcoins in andere Währungen zu tauschen. Hier ein kurzer Überblick.

Auf Mt. Gox werden Bitcoin in USD gehandelt, vor allem in Form von Liberty Reserve USD.

Ein Zugangskonto zu erstellen geht sehr schnell und kostenlos.

Konto aufladen

Mt. Gox - Einzahlung

Mt. Gox - Einzahlung

Bitcoin: Um vorhandene Bitcoins zu verkaufen, diese einfach auf die angegebene Bitcoin-Adresse überweisen.

Euro: Um Euro einzuzahlen, sind die beiden einfachsten Möglichkeiten:
1. Überweisung an ein europäisches Konto von Mt. Gox. Eine Einzahlung kostet 2% Gebühr.

2. Liberty Reserve auf US-Dollar lautende Online-Währung, oft abgekürzt als LRUSD.

Um Liberty Reserve USD zu kaufen ist ein Wechseldienst nötig (auf der Seite gibt es eine Liste aller LR-Wechseldienste). Der derzeit einzige Dienst in deutscher Sprache ist eCardOne.com .

Bei eCardOne beträgt die Umtauschgebühr von EUR nach LibertyReserve 1,5% (mind. 3,50 EUR).

Alle ausgehenden Zahlungen von Liberty Reserve sind kostenlos, also auch die Überweisung an Mt. Gox.

Beispiel:
via eCardOne -> LibertyReserve -> Überweisung an Mt. Gox
Kosten für Einzahlung von 100,- EUR : 3,50 EUR

Geld vom Konto abheben

Bitcoin: Bei Bitcoin ist es wieder einfache: Eine eigene Adresse in das vorgesehene Feld kopieren und Summe eingeben.

Euro: Auszahlungen von Mt. Gox in Offline-Währungen sind nur über Liberty Reserve möglich. Zahlungen zu erhalten kostet bei Liberty Reserve 1% Gebühr (mind. 0,01 USD, max 2,99 USD). Liberty Reserve wieder in EUR zu tauschen kostet bei eCardOne 1.9% (mind. Gebühr 3,50 EUR).

Beispiel:
Mt. Gox -> LibertyReserve (1%) -> via eCardOne (1.9%, mind. Gebühr 3,50 EUR) -> Bankkonto

Kosten für eine Auszahlung von 100,- USD: 1USD (LR-Gebühr) + 3,50 EUR (eCardOne-Gebühr) = 4,22 EUR.

Andere BTC-Wechselmöglichkeiten

Weitere Märkte sind in Überarbeitung bzw. Vorbereitung, darunter bitcoinmarket.com (USA) und bitcoinexchange.com (Europa).

Bieten Sie selbst etwas zum Verkauf an (ein eigens Buch als PDF, selbstkomponierte Musik als MP3) und nutzen Sie Bitcoin. Oder integrieren Sie Bitcoin in Ihren bestehenden Shop und nutzen Sie die Aufmerksamkeit, die dieses neue Internetwährung mit sich bringt. Ich trage Sie gerne in die Händlerliste ein.

Das Neue: P2P und Netzwerke statt Hierarchie

In vielen unterschiedlichen Bereichen sind neue Entwicklungen zu Netzwerkstrukturen erkennbar, besonders dort, wo zentralisierte, große hierarchische Strukturen an ihre Grenzen stoßen und Krankheitssymptome erzeugen. Zu den neuen Bereichen und alternativen Entwicklungen gehören z.B. Rückbesinnung auf lokale Lebensmittelproduktion statt riesiger Transport- und Verteilungslogistik, überhaupt Stärkung von lokaler Wirtschaft, dezentrale Energieerzeugung statt zentraler Großkraftwerke (Solar, Erdwärme, Blockheizkraftwerk, usw.). Auch Entwicklungen auf ganz anderen Gebieten können im weiteren Sinne dazugezählt werden: Web2.0 mit selbsterzeugten Inhalten wie z.B. Blogs oder Videos, Internetplattformen zur Vermittlung von Peer-to-Peer-Krediten, Tauschringe, Selbsthilfegruppen, Bürgerinitiativen, Flashmobs, usw.

Beispiel: P2P und Musikindustrie

Die Auswirkungen und neuen Entwicklungen von Netzwerkstrukturen laufen nicht ohne Reibungen ab, sondern führen zwangsläufig zu Spannungen mit etablierten, hierarchischen bzw. zentralisierten Systemen. Beim Beispiel von Filesharing, also Dateiaustausch zwischen Nutzern, wurden bestehende Distributionsstrukturen unterlaufen. Film- und Musikdateien wurden illegal weitergegeben, unter Nichtbeachtung des Kopierrechts.
Doch auch alle juristischen Auseinandersetzungen konnten nichts am Erfolg von Filesharing-Programmen ändern. Einige System wurden abgeschaltet oder gewaltsam unbrauchbar gemacht, während auf der anderen Seite hierarchische Strukturen von Medienfirmen und deren Distributoren Einbußen hinnehmen mußten.

Nach diesen Verlusten auf beiden Seiten kam es zu dauerhafteren Veränderungen. Z.B. wurden neue, stabilere Filesharing-Programme entwickelt, auch im Medienvertrieb sind neue Strukturen entstanden: z.B. Internetverkauf einzelner Musikdateien, BitTorrent-Downloads zur serverentlastenden, legalen Weitergabe großer Dateien (z.B. Download von OpenOffice). Mittlerweile gibt es sogar eine neue Generation von Künstlern, die sich gezielt direkt über Internet an ihr Publikum wenden und hierarchische Verteilungsstellen (Plattenfirmen, Agenten, usw.) meiden, um nach eigenen Aussagen ihre künstlerische Freiheit und Unabhängigkeit zu bewahren.

P2P-Geld und Geldmonopol

Genauer betrachtet ist heutiges Staatsgeld das fundamentalste, zentralisierte System überhaupt. Wortwörtlich jeder ist darin involviert. Die Durchsetzung des Monopols der Gelderzeugung unterliegt dabei dem Gewaltmonopol des Staates. Während das sog. Gewaltmonopol eine wichtige Errungenschaft eines demokratischen Rechtsstaats darstellt, ist das beim Geldmonopol nicht einzusehen. Welcher wirtschaftliche oder sonstige vertretbare Grund spricht für das Geldmonopol?

Beim Nachsuchen bin ich tatsächlich auf keine einzige formulierte Begründung für das Geldmonopol gestoßen – eher Schweigen und Dunkelheit. Vielleicht kann mich auch noch jemand aufklären? Diese Einrichtung geht mindestens zurück bis zum römischen Kaiserreich und stammt zuletzt noch aus feudalistischen Zeiten, als Feudalherren das Münzprägerecht innehatten. Mehr als ein überholtes „Gewohnheitsrecht“ kann ich nicht erkennen.

Wieso kann es nicht auch anderes Geld geben? Könnte nicht jeder ein eigenes Geld herausgeben, so wie jeder auf dem Markt Waren und Dienstleistungen frei anbieten kann? Sollten nicht die Marktteilnehmer entscheiden können über die Qualität eines Geldes? Ich bin mir sicher, daß das Staatsmonopolgeld hier jeden Wettbewerb verlieren würde. Wer will schon weiter Monopoly-Papier-Spielgeld, wenn er auch Edelmetalle bzw. voll wertgedecktes Geld haben kann, oder wenn er bei Bitcoin kostenlose Überweisungen und Wertbestand durch garantierte Nichtvermehrbarkeit in einem haben kann. Was spricht also gegen einen Wettbewerb zwischen verschiedenen Formen von Geld?

Geld ist eine Erfindung

Unser heutiges Geld, ohne jeglichen inneren Wert, ist eigentlich nur eine Erfindung, ein geistiger Kunstgriff. Das funktioniert nur noch, weil die meisten daran glauben, dieses Geld sei etwas wert, weil es im Supermarkt immer noch Essen dafür gibt.
Dabei gibt es gar kein „Geld“ an sich. Geld ist nur ein Wirtschaftsgut wie jedes andere Gut auch. Das einzig Besondere an Geld ist, daß es sich besonders gut tauschen läßt. Oder andersherum: Jedes Gut, das sich gut tauschen läßt, eignet sich grundsätzlich als Geld. Das ist bekannt aus Krisenzeiten, wenn plötzlich Schnaps und Zigaretten zu Geld werden. Ob das Gut angenommen wird oder nicht und sich als Geld bewährt, entscheidet der Markt.

Was rechtfertigt die besondere Behandlung, Unmengen an Gesetzen und Regelungsmaßnahmen für ein an sich wertloses Tauschgut? Da könnte der Staat auch ein beliebiges anderes Gut derart vereinnahmen und mit Gesetzen überziehen, z.B. Parfümflakons oder Autoreifen. Was passiert, wenn Güter und Produktion totaler staatlicher Planung und Kontrolle unterliegen, sollte jedem spätestens mit der DDR klargeworden sein. Unsere Lage im Geldmonopol ist dagegen so: Statt aller Güter und Produktion wird nur noch das universale Tauschgut staatlich festgelegt und kontrolliert. Ist das ein großer Unterschied?

Das Geldmonopol steht und fällt mit dem Verständnis davon, was der „Staat“ ist. In obrigkeitsgläubigem Denken ist der Staat soetwas wie eine handelnde und verantwortliche Instanz, die v.a. mehr weiß und kann als ich als einzelner. Doch im Grundgesetz steht: „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.“ Der Staat ist nur das Ausführungsorgan des Volkswillens. Es kommt also darauf an, was jeder einzelne will. Doch einen echten Willen kann nur haben, wer auch versteht, was sein Handeln oder Unterlassen bewirkt.

Die Antithese zum Bestehenden und ein möglichst friedlicher Wechsel

Mit Bitcoin kann jeder eine dezentrale, selbstorganisierende Währung nutzen, die unabhängig von jeglicher Einflußnahme funktioniert. Niemand kann das System betrügen, korrumpieren oder beherrschen. Dazu müßte schon das ganze Internet abgeschaltet oder derart massiv eingeschränkt werden, daß es nichts mehr mit dem heutigen Internet zu tun hat.

Ein System wie Bitcoin ist geradezu die Antithese eines Monopols, das durch und durch auf hierarchisches Denken und Funktionieren ausgelegt ist und es geradezu als Selbstverständnis internalisiert hat. Wird mit dezentralen Ansätzen diese Gegenthese ausgesprochen, muß das System wie ein Tier im Überlebenskampf reagieren, alle Kräfte einsetzend. Deswegen können Neuerungen wie Bitcoin oder andere Ansätze für Marktgeld zu großen Verwerfungen, Machtaufgeboten und Umbrüchen führen. Der Vergleich mit dem Beispiel der Musikindustrie ist dabei verschwindend harmlos.

Deswegen ist es wichtig, den Zusammenbruch und ein paar mögliche Abläufe grundlegend zu verstehen.
Das derzeitige Geldsystem ist mit seiner Schuldenbasiertheit fehlkonstruiert, so daß es schon ganz allein aus sich heraus zusammenfallen muß, allein schon aufgrund des exponentiellen Wachstums des Zinseszinseffekts der Schulden, so wie jede ungedeckte Scheinwährung in der Geschichte der Menschheit bis heute zusammengebrochen ist.
Der Niedergang des Geldsystems ist weder ein Projekt und noch weniger die „Schuld“ von alternativen Ansätzen, noch vom „Kapitalismus“ oder „gierigen Managern“. Keiner dieser aufgebauten Schuldigen braucht bekämpft zu werden. Umgekehrt braucht auch das Schuldgeldsystem nicht bekämpft werden. Das ist wichtig, sich klarzumachen, denn die zu erwartende Medienverlautbarungen werden alle Register ziehen und auf allen Seiten als Kampfansagen geäußert werden. Verwirrung ist geradezu das Allheilmittel für ein zentrales System, das dann wieder erstarken und von oben herab „Ordnung schaffen“ kann.

Es reicht zu verstehen, was besser ist. Einfach schon jetzt die Möglichkeiten ausloten, für sich selbst entscheiden und nötige Änderungen vollziehen, wo es möglich ist und den Rest vorbereiten.

Marktgeldansätze wie Bitcoin sind Entwicklungen, um Alternativen anbieten zu können, die während oder nach einem Zusammenbruch des momentanen Systems infrage kommen. Aus der Politik kennt man ja gerade Floskeln wie „alternativlos“. Von dort ist also nichts zu erwarten als ein Neustart des Scheingeldsystems. Dann aber sehr wahrscheinlich mit neuen restriktiveren Maßnahmen und weitreichender Kontrolle, etwa Bargeldabschaffung und Einführung von digitalen Bezahlkartenzwang. Propagiert würde das wahrscheinlich als Sicherheit für die Bürger und Schutz gegen neuerliche Zusammenbrüche, wohingegen die Praxis eine weitere Ausweitung von Datenerhebung, Staatskontrolle, empfindliche Einschränkung von Freiheitsrechten und weitere beliebige Geldvermehrung wäre. – In diesem Zusammenhang muß klar gesagt werden: Freier Handel (nicht staatsüberwacht und kontrollierter) und Bargeld sind sehr wichtige, freiheitliche Errungenschaften, die keinesfalls eingeschränkt oder abgeschafft werden dürfen – auch wenn noch soviele Argumente dagegen erfunden und angeführt werden.

Wenn schon digitales Geld, dann eine transparente, frei einsehbare Entwicklung. Keinesfalls ein staatliches System, von irgendwelchen „Experten“ entwickelt. Hier bietet Bitcoin schon heute die funktionierende Möglicheit, anonymes, bargeldähnliches Bezahlen auch digital im Internet zu gewährleisten. Von keinen Partikularinteressen kontrolliert, sondern als offen einsehbares Konzept und System (Open Source). Alle wichtigen technischen Standards sind ebenso offen einsehbar und von vielen Augen geprüft. Bei einem freiheitlichen Geldsystem und jedem Marktgeld ist eine solche Transparenz Voraussetzung dafür, daß es von „Kunden“ überhaupt akzeptiert wird. Niemand wird zukünftig mehr die Katze im Sack kaufen, so wie beim heutigen Geldsystem gezwungenermaßen.

Solange der Fall und der entscheidende Momente bevorsteht, ist jetzt noch Zeit, das Schicksal in die eigene Hand zu nehmen und das Kommende zu verstehen. Bitcoin installieren, ausprobieren und mehr verstehen kann dazu beitragen.

Peer-to-Peer: Ripple

Ich überlegte mir schon eine Weile, wie sich das Peer-to-Peer-Konzept (P2P) anschaulich darstellen läßt. Da kommt mir ein sehr interessantes Fundstück zu Hilfe: Ripple, ein Peer-to-Peer-Bezahlsystem im Internet (eine Art freies „P2P-Paypal“), das einem jahrhundertealten Geldtransfersystem nachempfunden ist (siehe Ursprung/Hawala weiter unten).

Gegenüberstellung: zentral - dezentral

Client-Server | Peer-to-Peer

Genauer gesagt geht es bei Ripple um den Spezialfall eines Friend-to-Friend (F2F)-Netzwerks. D.h. es tauschen sich nicht einfach nur Gleichberechtigte (Peers) miteinander aus, sondern es verbinden sich nur Bekannte miteinander und bilden so ein Vertrauensnetzwerk. Vergleichbar ist das mit aktuellen sozialen Netzwerken. Dort gibt es meistens eine Funktion, mit der sich herausfinden läßt, über wieviele „Zwischen-Bekanntschaften“ ein beliebiger Teilnehmer mit einem anderen verbunden ist. Bestehen zwischen den Vermittlern in der Kette tatsächliche Vertrauensbeziehungen, läßt sich das nutzen, um Geld vertrauenswürdig weiterzureichen bis zum Empfänger, zu dem der Sender u.U. keine direkte Vertrauensbeziehung hat. Auf dieser Idee fußt Ripple. Eigentlich ist es sogar noch einfacher: Für die Zwischenstationen genügt es, lediglich Zahlungsverpflichtungen weiterzureichen. Bei größerem Aufkommen können diese dann irgendwann direkt miteinander verrechnet werden, ohne daß noch Geld ausgetauscht werden muß. Ab diesem Zeitpunkt dient Ripple dann sogar als echte Alternativwährung, die zunehmend unabhängig wird von äußeren Währungen. Die Software läßt sich auf Internetservern installieren und funktioniert über eine Web-Oberfläche. Sie übernimmt insbesondere die Arbeit, Pfade über Zwischenstationen aufzufinden und Forderungen miteinander zu verrechnen.

Ripple-Projekt:

Betrachtung

Vorteil: Ripple läßt sich sofort benutzen, ist von Währungen unabhängig, stärkt lokalen Austausch – könnte auch interessant sein für Bitcoin als Währungstauschplattform.

Nachteil: Praktisch werden immer noch bestehende Währungen genutzt. Als reines Transfersystem bietet es nur bedingt Schutz gegen Hyperinflation und Bargeldverbote und damit noch keine Alternative zu zentralistischem Staatsgeld, auch wenn es schon weiterhilft. Gegen Paypal-Frust hilft es allemal. – Der wichtigste fehlende Punkt ist, daß noch keine Vernetzung von einzelnen Ripple-Servern möglich ist. D.h. jede Ripple-Seite baut ihre eigenes Vertrauensnetzwerk auf. Das Peer-to-Peer-Konzept ist hier nur zwischen den Benutzern, also auf der logischen Ebene des Dienstes verwirklicht, technisch betrachtet folgt Ripple immer noch dem zentralistischen Ansatz mit einem Server, und ist damit zu leicht angreifbar.

Genau wie bei Bitcoin kam beim Ripple-Projekt die erste Version der Software 2009 heraus. Neue Währungen, dezentrales Geld, vernetzte Bezahlsysteme, Marktgeld sind eine nicht mehr aufzuhaltenden Idee und es ist spannend, diese Entwicklung mitzuverfolgen. Gerade wenn das derzeitige System aufgrund seines eigenen Gewichts und seiner Fehlkonstruktion zusammenbricht, und die Obrigkeit nur noch Richtung faschistischer Maßnahmen schielen kann, braucht es dringend Alternativen.

Ursprung: Hawala

Ripple wurde wie schon erwähnt einem der schnellsten und günstigsten Transfersysteme der Welt nachempfunden, das auch heute noch in großem Umfang funktioniert. In einige asiatische Kulturen ist es tief eingebettet und wird dort mit höchsten ethischen Ansprüchen unter gegenseitiger sozialer Kontrolle betrieben.
Bekannt ist es v.a. als Hawala in islamisch geprägten Ländern, Fei Chien oder Flying Money heißt es in China, Hundí in Indien und Pakistan.

Was noch kommt

Ob Ripple, Bitcoin, c-Gold, etc. Egal welche Alternativen Fahrt aufnehmen, es steigt immer dem aktuellen System auf die Füße und das wird sich wehren. Deswegen ist es wichtig, die altbekannten Maschen der Propaganda zu erkennen und als manipulativ zu durchschauen: Zuerst werden negativ besetzte Schlagwörter aus dem Hut gezogen (Kriminalität, Geldwäsche, Drogenhandel, Terrorismus, etc.), mit denen Ablehnung und eine unterschwellige trotzige Reaktion ausgelöst werden sollen, die zuerst einmal vom Manipulierenden und dessen Interessen ablenkt. Weiter soll der Empfänger in seiner Reaktion so denken: „Ich bin ein anständiger Bürger, der nichts zu verbergen hat. Dem Übel muß das Handwerk gelegt werden, also soll der Staat diese undurchsichtigen, unüblichen,  illegalen Handlungssweisen und -wege zerschlagen.“ – der Rest ist bekannt. Ähnliche Schmutzkampagnen werden bestimmt noch verstärkt kommen, auch gegen das Internet im Allgemeinen. Eines der beliebtesten „Argumente“ ist hier ja Kinderpornographie,aber auch Terrorismus und Kriminalität wird gern genommen, oder gleich solche abstrusen Denkblocker wie rechtsfreier Raum.

Video

Überblick zu Ripple und ein Minimum an Geldtheorie (neuseeländisches Englisch):

Bitcoin im Keiser Report

Auch wenn das fast schon wieder alt ist, wollte ich das doch noch nachreichen:

Bitcoin wird erwähnt im Zusammenhang mit den Verweigerungen von Paypal, Visa, Mastercard und Amazon gegenüber Wikileaks. Tenor: „Mit Bitcoin wäre das nicht passiert“.

Hier der Ausschnitt aus dem Keiser Report Nr. 106: Cables, Crises & Cyber Currencies

Gegenmittel zu Bargeldverbot

Es besteht die Möglichkeit, daß in naher Zukunft europaweit Bargeld verboten bzw. vorerst noch eingeschränkt wird, wie in Griechenland und Italien bereits eingeführt. – Bitcoin bietet das einfachste Gegenmittel gegen alle solchen Machenschaften. Einfach aussteigen. Raus aus Zentral-/Banken-/Staatsgeld, rein in Bitcoin.

Bargeldverbote und Einschränkungen ziehen auf:

EZB zum Gesetzesentwurf für Bargeldverbot (infokriegernews.de)

Pläne für Bargeldverbot expandieren (infokriegernews.de)

Weiteres auf infokriegernews.de

Interessen hinter Bargeldverbot – wissensmanufaktur.net

Propaganda gegen Bargeld in Schweden (mmnews.de)

Bargeldverbot in MSM

Schweden (Spiegel)

Griechenland (Bild)

Die benutzte Propaganda verläuft nach dem üblichen Schema: „Schutz“ und „Sicherheit“, die der Staat angeblich der Bevölkerung bietet. Geldfälscher, Drogenhändler, Waffenschieber, Rotlichmilieu, Geldwäsche, usw. Einfach ein paar Schlagwörter anbringen, die eine vorab festgelegte Reaktion beim Medienkonsumenten auslösen. Propaganda für Dummies. Und schon ist natürlich jeder sofort dafür, wer könnte auch dagegen sein? Ist der nicht selbst sofort verdächtig?

Das alles liest sich düster und problematisch. Was kann ich dagegen tun? Bitcoin bietet die Infrastruktur und die Währung, um sofort auch weiterhin ein allgemeines Tauschmittel zu verwenden. Es müßte erfunden werden, wenn es nicht schon verfügbar wäre: Bargeld für das Internetzeitalter. Einfach Bitcoin anschalten und die Eigenschaften von Bargeld weiter nutzen; selbst wenn das gewohnte physisches Bargeld unserer Fiatwährungen verboten wird.

  • sicher
  • anonym
  • unwiderrufbar, nicht rückabwickelbar

Das Bitcoin-System zu verstehen bedeutet, sofort aussteigen zu können. Es braucht kein langwieriges Inflations-Siechtum, aufwendige Revolution, Sturz von Bankenkartellen, politischen Veränderungen, etc. Wer dieses ganze gewachsene Un-System einfach links liegen läßt, hat es viel einfacher! Hat irgendjemand behauptet, Geschäfte – natürlich legale – hätten zwangsläufig etwas mit Euro, Dollar, Banken, Überweisungen, Swift, usw. zu tun? Nein. Es geht nur um Austausch von Waren und Leistungen. Tauschgeschäfte (Bartering) und auch inländische Geschäfte in Fremdwährungen sind vollkommen legal, solange sie in Euro umgerechnet, entsprechend ausgewiesen und versteuert werden.

D.h. einfach die Geschäftspartner in das Bitcoin-System miteinbeziehen und sofort alle Transaktionskosten sparen (insbesondere Swift, Paypal, Moneybookers, etc.).

Und nach dem Wirtschaftsjahr auch noch Steuern sparen durch „eingebauten“ Inflationsschutz (feste Geldmenge in der Bitcoin-Währung). Nach einem Jahr Inflation kann so sofort mindestens die Inflationsrate (zur Zeit etwa 10%) an Steuern eingespart werden. (Mögliche Wertsteigerung von Bitcoin nicht miteinberechnet.)

Idee: Handfestes Geld mit Bitcoin-Deckung

Eine gedankliche Hemmschwelle für Bitcoin ist die Notwendigkeit von Computertechnik und Internetzugang. Zumindest wenn ich mir die Bäcker, Metzger, Schuhmacher, Cafes, Straßenmusikanten, Wochenmarktstände, usw. ansehe. Dort will und kann nicht jeder mit Laptops oder Smartphones hantieren. Wie könnte also Bitcoin mehr sein als eine Zusatzwährung für Internetkäufe/kostenlose Überweisungen? Beim Joggen kam mir eine einfache Idee, wie Bitcoin innerhalb kürzester Zeit als  praktische physiche Währung  funktionieren kann. Gerade auch als stabile Lokalwährung beim Bäcker um die Ecke. Ein mögliches Konzept während wir auf einen Zusammenbruch des Euro zusteuern?

Zusammenfassung:

  • Bitcoin-Geldschein mit gut lesbar aufgedrucktem Wert
  • Rubbel-Feld (Siegel) mit Einlöse-Code
  • Eine Prüfnummer und die gleiche Nummer in verschlüsselter Form (nur der Herausgeber kann diese Zahl richtig entschlüsseln, also die Frage nach Echtheit des Gelscheins richtig beantworten)
  • Überprüfen und Einlösen von Geldscheinen ist auf der Internetseite des Herausgebers möglich und ist einfach zu automatisieren.

Erklärung:

Ein Herausgeber von physischem Bitcoin-Geld könnte folgendermaßen vorgehen: Er druckt Bitcoin-Zertifikate, die ich jetzt weiter Bitcoin-Geldscheine nennen werde, weil das einfacher und vertrauter klingt. Gut sichtbar auf diesen Geldscheinen ist ein Wert aufgedruckt, wie auf jeder heutigen Banknote auch.
Jetzt der Clou: In einer voll-gedeckten Währung kann jederzeit eine Banknote gegen den entsprechenden hinterlegten Deckungswert eingetauscht werden, z.B. Gold oder Silber. Also genau das, was heute bei unseren Fiat-Money/Falschgeld-/Spielgeld- Papierwährungen wie Euro, Dollar, Pfund, Yen, etc. nicht mehr möglich ist.
Bitcoin-Geldscheine sind immer voll wertgedeckt. Sie zurückzugeben und umzutauschen ist sogar noch viel einfacher als bei früheren gedeckten Banknoten: Keine Bank muß aufgesucht werden, es genügt stattdessen ein Internetzugang.

Auf jedem Bitcoin-Geldschein befindet sich ein Rubbelfeld (oder eine ähnlich Form eines Einmal-Siegels, vgl. z.B. die Briefe mit denen EC-Karten-Pins versendet werden). Wer also an die Bitcoins hinter einem Geldschein kommen möchte, sprich das Zertifikat eintauschen will, rubbelt dieses Feld frei und findet dort einen Einlöse-Code. Diesen Code gibt er auf der Internetseite des Herstellers ein, zusammen mit der Bitcoin-Adresse an die der Wert transferiert werden soll (meistens wird das eine eigene Adresse sein). Fertig. Schon ist der Reservewert hinter der Geldwährung zurückgeholt. Die Rubbelkarte ist jetzt natürlich wertlos und kann weggeworfen werden.

Man kennt das schon, das erinnert an Prepaidkarten von Mobiltelefonieanbietern – Bitcoin-Geldscheine sind also eigentlich Prepaid-Bitcoin-Karten.

Mit der Zeit und mehr Vertrauen zu einem Herausgeber wird es vielleicht etwas lästig, als Händler jeden Abend nach Kassensturz vor dem PC sofort alle erhaltenen Banknoten einzulösen und an eine Bitcoin-Adresse zu transferieren. Es stellt sich bald als praktischer heraus, die Bitcoin-Geldscheine selbst wiederzuverwenden, um z.B. das Mehl einzukaufenoder die Salami vom Metzger nebenan, mit der der unser Bäcker belegte Semmeln herstellt.

QR-Code mit der Adresse von Wikipedia

Bsp. für einen QR-Code (aus Wikimedia Commons)

Fälschungssicherheit

Der Einwand: Jeder könnte ja recht einfach selbst Karten herstellen, die denen des Bitcoin-Zertifikat-Herstellers zum Verwechseln ähnlich sehen. – Stimmt.

Also noch ein simpler Fälschungsschutz:

Eine Kontrollnummer/Seriennummer aufdrucken und zusätzlich eine verschlüsselte Form davon. Zur Überprüfung wird dem Herausgeber (auf der Internetseite) die „Frage“ gestellt, welche Kontrollnummer zum verschlüsselten Text gehört. Stimmt die dekodierte Zahl mit der aufgedruckten überein, kann der Empfänger des Geldscheins/Bitcoin-Zertifikats sicher sein, daß es von diesem Herausgeber stammt und nicht von einem Fälscher. Denn ein „Fälscher“ kann die Vergleichsnummer nicht korrekt verschlüssel weil er die Verschlüsselungsmethode nicht kennt. Er kann damit keine eigenen Bitcoin-Geldscheine herstellen, die dem Echtheits-Test standhalten.

Das Validieren läßt sich zusätzlich sehr einfach automatisieren mit einem aufgedrucktem QR-Code (können bereits jetzt sehr viele Mobiltelefone lesen und entschlüsseln). Darin ist die verschlüsselte Kontrollnummer enthalten. Auf der Internetseite des Herausgebers lassen sich diese Codes in eine lesbare Zahl dekodieren. Die lesbare Zahl ist aufgedruckt und kann sofort überprüft werden – ohne aufwendiges Tippen von Codes.

Zur vollständig automatischen Validierung kann auch die Kontrollnummer schon in den QR-Code einbeschrieben sein. Es läßt sich recht einfach ein Scanner herstellen, der mit dem Internet verbunden ist und innerhalb von Sekundenbruchteilen die Gültigkeit eines Gelscheins prüfen und mit einem grünen oder roten Licht zurückmelden kann. Das funktioniert besser, einfacher und sicherer als der UV-Licht-Test für Euros.

Bei einer Echtheitsprüfung wird natürlich auch mitüberprüft, daß der Geldschein nicht schon vorher gegen Bitcoins eingetauscht wurde. Damit ist ausgeschaltet daß benutzte Rubbelfelder wieder hergestellt werden (sollte das für einen Fälscher irgendwie möglich sein). Mit diesem einfachen Kontrollverfahren kann ein Fälscher also höchstens bereits vorhandene, noch nicht eingelöste Geldscheine kopieren. Das ist einerseits aufwendig und hat außerdem nur wenig Aussicht auf Erfolg, wenn der Angreifer sich nicht im Besitz der kopierten Geldscheine befindet, insbesondere weil jederzeit der ursprüngliche Geldschein eingelöst werden kann. Sobald das geschehen ist, schlagen alle weiteren Echtheitsprüfungen für die Kontrollnummer des Geldscheins fehl. Was ist aber dann noch der Anreiz für den Fälscher? Er könnte höchstens dort kleine Summen erschummeln, wo Geldscheine beim Bezahlen nicht sofort automatisch validiert werden.

Nochmal kurz zur Sicherheit und praktischen Verwendbarkeit von Bitcoin-Geldscheinen: Überprüfen und Einlösen sind beides Aktionen, die nicht unbedingt sofort beim Bezahlvorgang geschehen müssen (am Point of Sale/POS, wie das im Wirtschafts-Neudeutsch heißt). Stattdessen kann das z.B. für unseren Wochenmarktverkäufer auch auf die abendlichen Abrechnung verschoben werden, wenn dafür nötige Ruhe und Internetzugang vorhanden sind.

Marktgeld

Eine weitere Eigenschaft von diesem Marktgeld: Es können beliebig Zertifikat-Herausgeber auftreten. Der mit den günstigsten Umtausch-Konditionen (wahrscheinlich kostenlos, durch Werbung auf der Rückseite finanziert) und der höchsten Glaubwürdigkeit und Ehrlichkeit wird die Nase vorn haben. Niemand ist mehr an eine Zentralbank und deren Machenschaften gebunden.

Auch beim Sicherheitskonzept wurde das schon klar: Etwas wie komplizierte Wasserzeichen, etc. also Sicherheit durch Überlegenheit an Technologie/geheimgehaltenen Wissens/Geld/Macht oder sonstigen Ungleichgewichten ist ein überholter Anachronismus! Bitcoin regt dazu an, Geld und seine Funktionen und Eigenschaften ganz neu zu überdenken und dabei zurückzukommen zu einem ursprünglichen, unverfälschten Verständnis von Geld. Ich finde es ungemein spannend, selbst dahinterzukommen, was persönliche Freiheit mit einem freien, sicheren Geld zu tun hat und welche ganz neuen Möglichkeiten das bietet.

Was ist Bitcoin?

kurz:

Bitcoin ist elektronisches Bargeld für das Internetzeitalter

Andere Kurzbeschreibungen:

  • Bitcoin ist  freies Geld, mit vielen Vorteilen traditionell stabiler Werte wie Edelmetalle kombiniert mit den Errungenschaften moderner Technik
  • Bitcoin ist ein Kommunikationsmittel, für den Austausch von Werten mit anderen Menschen
  • Was Email für Briefwechsel war, ist Bitcoin für Geld.

Täglich tauschen wir Waren, Dienstleistungen und Werte aus und benutzen ganz selbstverständlich Geld. Auch im Internet ist das für die meisten mittlerweile üblich. Doch bislang gab es immer noch Gebühren und Hindernisse, lange Wartezeiten bei Banküberweisungen und andere Dinge, die im Zeitalter von blitzschneller Datenübertragung und beliebig verfügbarem Speicherplatz wie Relikte einer vergangen Zeit anmuten. Eine ganze Reihe elektronischer Währungen und Bezahlsystem haben versucht, einige dieser Probleme zu lösen. Bitcoin ist nicht einfach nur ein weiteres dieser System, sondern es ist grundlegend neu und anders. Nach meiner Einschätzung würde ich sogar soweit gehen zu sagen: Mit Bitcoin wird nichts wird mehr so sein wie es war. Es wirft ein völlig neues Licht auf alles Bisherige. Und das betrifft nicht etwa nur eine kleine Gruppe technikaffiner Bastler, sondern es hat Bedeutung z.B. als handfeste Investition, als eine Devise, als ein Wertaufbewahrungsmittel, als eine Mittlerwährung oder einfach als das, was es jetzt schon ist: ein Dienst für kostenlose Überweisungen innerhalb von Sekunden. Bitcoin ist Geld und die Dienstleistungen und wirtschaftlichen Möglichkeiten sind genauso vielfältig wie im „echten Leben“, dem Erfindungsreichtum sind keine Grenzen gesetzt.

Bitcoin verlangt, bis zum Ursprung zurückzudenken und wirft grundlegende Fragen ganz neu auf: Wissen Sie was Geld eigentlich ist? Bitcoin hilft dabei, diese und andere Fragen klar zu stellen und manchmal überraschend neu zu beantworten. Dabei werden uralte Wahrheiten bewahrt und in unsere heutige Zeite eingebettet.

Bitcoin hat einen frischen Charakter, nicht nur im Vergleich zu bisherigen Bezahlsystemen im Internet, sondern auch zu den meisten anderen heute üblichen Formen von Geld:

  • es ist frei, es gibt keine Inhaber, Ausgabestellen, Zentralbanken, usw.
  • dezentral, praktisch unangreifbares Peer-to-Peer Konzept ohne einzelne Schwachstelle
  • einfach und zugänglich, Sie können es wortwörtlich innerhalb von Sekunden benutzen, sowohl zum Bezahlen als auch um Zahlungen zu erhalten. Einfacher als Email.
  • offen, nicht nur die Software ist offen (quelloffen/Open-Source), der Zugang ist offen und kostenlos, alle automatisch ablaufende Kommunikation im Netzwerk ist offen und wird automatisch unzählige Male überprüft
  • anonym, so anonym wie Bargeld
  • sicher, durch die stärksten bekannten Verschlüsselungsverfahren, durch eingebaute, automatische gegenseitige  Überprüfung der Teilnehmer
  • limitiert, vergleichbar zu Ressourcen wie z.B. Edelmetallen; nicht beliebig vermehrbar.
  • schnell, Überweisungen werden innerhalb von Sekunden übertragen und nach und nach sichtbar automatisch überprüft und validiert
  • stets verfügbar, Serverausfälle oder ähnliche Fehler sind ausgeschlossen

Bald mehr zu dieser revolutionären Idee und spannenden Technologie auf diesem Blog…