Freies Geld

Bitcoin, Wert, Freiheit

MyBitcoin: Internet-Geldbeutel und mehr

MyBitcoin-LogoMyBitcoin bietet ein Bitcoin-Konto im Internet, auch ohne eigene Bitcoin-Software. Natürlich kann das Progamm gleichzeitig nebenher betrieben werden.

Es gibt viele mögliche Anwendungen für diese Seite.

1. Eigenständiges MyBitcoin-Konto.

Es ist gar keine Installation der Bitcoin-Software nötig, wem das zu aufwendig oder undurchsichtig ist. Es sei aber darauf hingewiesen, daß das Bitcoin-System als P2P-Netzwerk von möglichst vielen Anwendern lebt. Die laufende Software vermittelt genau diesen Eindruck, an einem lebendigen Netzwerk teilzuhaben.

2. Um über das Internet auf Bitcoins zuzugreifen.

Z.B. wenn Sie von ihrem Rechner mit der Bitcoin-Software und ihrer Geldbeutel-Datei (wallet.dat) getrennt sind. Unterwegs nutzen Sie vielleicht einen Rechner im Internetcafe, an der Arbeitsstelle, bei Bekannten, in einem Hotel oder auch ein Mobiltelefon.

Für solche Fälle dient MyBitcoin als zweiter Geldbeutel für unterwegs. Einfach einen Betrag an die eigene MyBitcoin-Adresse überweisen und dann weiter über die MyBitcoin-Internetseite Zahlungen veranlassen bzw. erhalten.

Überweisung senden mit MyBitcoin

Überweisung senden mit MyBitcoin

3. Für Händler / zum Verkaufen auf der eigenen Internetseite

Wie schon in der Einführung erwähnt, sollte ein Anbieter beim Bezahlen jedem Kunden immer eine neue Bitcoin-Adresse übermitteln. So ist es von außen nicht möglich nachzuvollziehen, wieviel der Anbieter insgesamt eingenommen hat. MyBitcoin bietet das kostenlos als automatische Funktion für die eigene Seite an. Das läßt sich einfach und schnell einrichten:

Link zu Merchant Tools

etwas versteckt: "Merchant Tools" in der Fußleiste

Nach dem Anmelden auf der MyBitoin-Seite erscheint in der Fußleiste der Link für die sog. „Merchant-Tools“.

Hier läßt sich HTML-Code erzeugen, der sofort auf der eigenen Seite verwendet werden kann. Dazu in das Formular Betrag, Kundenhinweis und Eigenvermerk eintragen, es können zusätzlich auch noch Adresse für Erfolgs-, bzw. Fehlerseite eingetragen werden, auf die der Kunde nach dem Bezahlen weitergeleitet wird.

HTML-Code erzeugen

HTML-Code erzeugen

Der erzeugte Code für einen einfachen Link sieht z.B. so aus:

<a>
href="https://www.mybitcoin.com/sci/paypage.php?t=yIBD7mwH1qyKoYFTQucwyW 
7W5CN2Sy7Fa4nTGBscWSqVMEYkPtIfIavEhS66gkOCJfcKwP1gyR2_Bp-h8-FdGk3Y_wxhFm 
JLNGalesddK1EwUQhUkiCSpo8GWhGa6ZHwVl79zpp3eBQVnjolE6FcIvLSwUl7sCZ8M7eMh8 
OMnsdXnywWtcTavdM5iFwwwE65r2k83zDcELYRRa3z2nVp4uN3R-V-IIFk6QzrkyXgTBT10v 
rvtwFwyGI4gVmFI9BWuegZ3FIl_RPEuBaC4a9BZlSyVVwiLFIVCZ7qfZB7sUO1DuGNoEzuLe 
aRRGN4nGEeN-dYHCNSIVwwWFVKdr5QhilcXI1C">Mit Bitcoin bezahlen</a>

Einfach auf die Seite einbinden:
Mit Bitcoin bezahlen | Oder mit einer Grafik: Mit Bitcoin bezahlen

Der Kunde sieht beim Bezahlen die folgende Seite. Dort kann er wählen, ob er mit einem eigenen MyBitcoin-Konto zahlen möchte oder eine Bitcoin-Adresse erhalten möchte, um via Software zu überweisen.

Zahlung über MyBitcoin

Kundensicht bei einer Zahlung über MyBitcoin

 

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Bitcoin-Einführung: Wie geht das?

1. Installieren

DownloadBitcoin-Software herunterladen:
WindowsLinuxMac OS X

Die Installation funktioniert unter Windows sehr einfach, wie üblich mit einem Installationsprogramm.
Auf Linux einfach entpacken (Kommando: tar -xvzf bitcoin-0.3.19-linux.tar.gz), es braucht nicht weiter installiert werden, denn alles bleibt im selben Verzeichnis. Entweder ein Bitcoin-Verzeichnis im eigenen Benutzerverzeichnis anlegen (etwa ~/bin/bitcoin) oder systemweit am besten im „/opt“-Bereich unterbringen.
Für eine Mac-Installation habe ich noch keine Möglichkeit gehabt, sollte aber entsprechend einfach sein.

2. Erstes Starten

Beim erstmaligen Starten versucht das Programm über mehrere Methoden mit anderen bereits laufenden Programmen eine Verbindung herzustellen. Ist das gelungen, startet eine längere Phase intensiven Herunterladens der bisherigen Block-Kette und ihrer (vereinfachten) Transaktionen. Je nach Internetverbindung kann das bis zu 30-45, sogar 60 Minuten dauern. Diese Block-Kette enthält die Liste aller Transaktionen und ist eine auf alle Teilnehmer verteilte Datenbank. An Sie adressierte Überweisungen sind frühestens sichtbar, wenn der entsprechende Block heruntergeladen wurde. Dieser Verwaltungsaufwand der verteilten Block-Kette ist notwendig für die Sicherheit im Peer-to-Peer-System. Jedes teilnehmende Programm überprüft nämlich die Korrektheit der Transaktionen und deren Signaturen. Die Blöcke bilden eine Signaturenkette, d.h. um den neuesten Block überprüfen zu können und absolute sicher gegen Veränderungen und Manipulation zu sein, müssen zuerst alle Blöcke seit Beginn des Systems einmal überprüft werden. Obwohl das beim ersten Mal recht aufwendig erscheint, ist das nur einmal notwendig. Im normalen Betrieb ist das Programm recht genügsam und verbraucht kaum Ressourcen.
Auf Windows zieht es beim Minimieren auch optisch unauffällig in den Infobereich der Taskleiste zurück.

Ein Bildschirmfoto der laufenden Software:
Benutzeroberfläche
Ein einfaches Menü, zwei Knöpfe zum „Überweisen“ und um das „Adreßbuch“ anzuzeigen.
Darunter die eigene Adresse zum schnellen Kopieren und ein Knopf, um eine neue Adresse zu erzeugen.
Das Feld für den eigenen Kontostand und darunter die Liste aller Überweisungen mit verschiedenen Ansichten.
Ganz unten in der Statusleiste werden Übersichtsinformationen angezeigt: Anzahl der Verbindungen zu anderen Bitcoin-Teilnehmern (typischerweise 8), Anzahl aller Blöcke und der eigenen Transaktionen.

3. Erste Transaktion – geschenkte Bitcoins

Unter folgender Adresse gibt es tatsächlich geschenkte Bitcoins für alle Neulinge: Free Bitcoins
Einfach die eigene Bitcoin-Adresse kopieren und dort einfügen. Ein paar Minuten später erscheinen ein paar Bitcoin-Cents in den Gutschriften.

4. Erste Überweisung

Für den Test können Sie die erhaltenen Bitcoin-Bruchteile gleich wieder an den Betreiber der Freebitcoin-Seite zurücksenden, oder auch an eine andere Adresse, z.B. eine eigene.

Auf „Überweisen“ klicken und im Überweisungsfenster die Adresse und den Betrag eintragen. Senden – Fertig. Einfacher als jedes Online-Banking.
Bitcoin Überweisung

5. Ein paar Details

Der Geldbeutel
Das ist eine spezielle Datei. Dorthin werden Ihre Bitcoin-Adressen und auch ihr Guthaben gespeichert. Die sog. wallet.dat liegt im privaten Teil ihres Benutzerverzeichnisses
Unter Windows z.B. in C:\Dokumente und Einstellungen\Benutzer\Anwendungsdaten\Bitcoin\wallet.dat
unter Linux in ~/.bitcoin/wallet.dat

Diese Datei kann auch gesichert und auf andere Rechner kopiert werden. Sie sollten dann jedoch darauf achten, Ihr Geld nicht achtlos herumliegen oder andere darauf zugreifen zu lassen.

Einstellungen
Dialog für Einstellungen

Die meisten Optionen sind selbsterklärend bis auf die beiden letzten:
Ein SOCKS4-Proxy ist im Normalbetrieb nicht notwendig. Mit dieser Option kann ein Anwendungs-Proxy eingestellt werden, über den der Datenverkehr laufen soll. Der meistgenutzte Anwendungsfall dafür ist eine Installation des Tor-Systems, das Internetverkehr über ein P2P-Netzwerk anonymisiert. Meistens wird dieser Proxy auf dem eigenen Rechner installiert, deswegen lautet die Voreinstellung: 127.0.0.1 für die Standard-Rückkoppelungs-Adresse.

Außerdem läßt sich noch eine Transaktions-Gebühr einstellen. Zuvor wurde gesagt, Bitcoin-Überweisungen seien kostenlos. Das stimmt auch. Jedoch kann es sein, daß Transaktionen mit einer Gebühr schneller verarbeitet werden, insbesondere zu Zeiten mit hohem Verkehrsaufkommen (momentan ist das Netzwerk aber noch weit von solchem Datenverkehr entfernt.) Diese Option dient vor allem für die Zeit, wenn keine Münzen mehr erzeugt werden, damit weiter ein Anreiz besteht, um Blocks mit signierten Transaktionen zu lösen. Die Voreinstellung ist 0,01 Bitcoin pro Überweisung.

6. Wie komme ich an Bitcoin?

Am besten indem Sie Ihre Waren oder Dienstleistungen gegen Bitcoins anbieten. Das stärkt die Bitcoin-Wirtschaft, die derzeit gerade im Entstehen ist. Sie können sofort teilhaben an dieser neuen Entwicklung. Sehr geeignet sind Bitcoin anfangs v.a. für Internetgeschäfte und digitale Waren, E-Books, Software, Dienstleistungen, usw. In Nordamerika gibt es auch schon eine ganze Reihe handfester Waren mit Bitcoin zu erwerben.

Wenn Sie ein Geschäft haben oder kennen, das Bitcoin akzeptiert, würde ich mich über eine Nachricht freuen. Ich werde dann einen Link und einen Hinweis hier in einer wachsenden Liste veröffentlichen.

Außer über Verkauf können Sie Bitcoin auch auch auf speziellen Märkten im Tausch gegen andere digitale und staatliche Währungen kaufen bzw. verkaufen. Der bestentwickelte Markt ist momentan Mt.Gox. Bei einem weiteren, Bitcoin-OTC (OTC steht für Over-the-Counter-Geschäfte), finden Sie unabhängige Bitcoin-Händler und vereinbaren selbst Bezahl- und Lieferkonditionen.
Im europäischen Raum sind Märkte gerade erst im Entstehen.

Erzeugen: Sie können Bitcoin auch selbst „erzeugen“, wenn Sie die Option „Münzen erzeugen“ aktivieren.
Einstellungsmenü
Das Programm versucht dann, eine rechenaufwendige Lösung für ein Problem zu finden, um als erstes einen Block von Transaktionen signieren zu dürfen. Dabei wird der Prozessor voll ausgelastet. Als Belohnung für diese harte Aufgabe winken 50 Bitcoin. Gleichzeitig ist diese Aufgabe sehr wichtig für die Sicherheit der Transaktionen und somit aller Teilnehmer. Doch um wieder nüchtern zu werden angesichts solcher Aussichten, „Geld zu erzeugen“: Mit einem durchschnittlichen PC besteht kaum eine Chance, die Belohnung zu erhalten. Professionelle „Miner“ („Bergbauarbeiter“ entsprechend der Gold-Analogie) haben bereits machtvolle Internetserver auf die Aufgabe angesetzt.

Die beste Art, Geld zu verdienen, ist auch bei Bitcoin: Wertschöpfung.

Fertig für den Einsatz!
Jetzt haben Sie schon alles, um Bitcoin zu verwenden.

Hinweis zur Privatsphäre

Die Bitcoin-Adresse ist rein zufällig und hat nichts zu tun mit Ihnen, Ihrem Computer oder Ihrer Internetadresse. Tatsächlich ist es der öffentliche Schlüssel eines Schlüsselpaars (s. Asymmetrische Verschlüsselung bei Wikipedia)
Wie schon erwähnt werden alle Transaktionen von anderen Bitcoin-Programmen gegengeprüft. Dazu werden sie im Netzwerk verteilt und veröffentlicht. Es gibt auch eine Internet-Oberfläche, um das einzusehen unter blockexplorer.com.Wenn Sie dort die Adresse aus der ersten Transaktion einfügen, können Sie diese einsehen.
Das bedeutet: Jeder, der eine Bitcoin-Adresse von Ihnen kennt, kann alle Beträge einsehen, die auf diese Adresse eingezahlt wurden. Soll das nicht möglich sein, erzeugen Sie einfach eine neue Adresse. Das Erzeugen von Adressen hat noch einen weiteren Vorteil: Jeder Adresse kann eine Notiz beigefügt werden. Damit läßt sich z.B. auf einfache Weise der Eingang erwarteter Zahlungen kontrollieren.
Für jeden ausgehenden Bezahlvorgang verwendet das Programm immer automatisch eine neue Adresse.
Zwei Anwendungsfälle: Ein öffentlicher Spendenaufruf könnte eine einzige Bitcoin-Adresse veröffentlichen und damit gleichzeitig für jeden offenlegen, wieviel dort eingezahlt wurde.Ein Händler kann dagegen jedem einzelnen Bezahlvorgang eine neue Adresse zuweisen, damit die Zahlungen von außen nicht rekonstruiert werden können. Er könnte aber auch jedem Kunden eine eigene Adresse geben. Damit könnte der Kunde und auch der Kaufmann sofort das insgesamte Handelsvolumen eines Kunden ermitteln und evtl. Rabatte vereinbaren.
Das System ist also einfach zu handhaben, sehr flexibel und so anonym, wie Sie es einsetzen.

Peer-to-Peer: Ripple

Ich überlegte mir schon eine Weile, wie sich das Peer-to-Peer-Konzept (P2P) anschaulich darstellen läßt. Da kommt mir ein sehr interessantes Fundstück zu Hilfe: Ripple, ein Peer-to-Peer-Bezahlsystem im Internet (eine Art freies „P2P-Paypal“), das einem jahrhundertealten Geldtransfersystem nachempfunden ist (siehe Ursprung/Hawala weiter unten).

Gegenüberstellung: zentral - dezentral

Client-Server | Peer-to-Peer

Genauer gesagt geht es bei Ripple um den Spezialfall eines Friend-to-Friend (F2F)-Netzwerks. D.h. es tauschen sich nicht einfach nur Gleichberechtigte (Peers) miteinander aus, sondern es verbinden sich nur Bekannte miteinander und bilden so ein Vertrauensnetzwerk. Vergleichbar ist das mit aktuellen sozialen Netzwerken. Dort gibt es meistens eine Funktion, mit der sich herausfinden läßt, über wieviele „Zwischen-Bekanntschaften“ ein beliebiger Teilnehmer mit einem anderen verbunden ist. Bestehen zwischen den Vermittlern in der Kette tatsächliche Vertrauensbeziehungen, läßt sich das nutzen, um Geld vertrauenswürdig weiterzureichen bis zum Empfänger, zu dem der Sender u.U. keine direkte Vertrauensbeziehung hat. Auf dieser Idee fußt Ripple. Eigentlich ist es sogar noch einfacher: Für die Zwischenstationen genügt es, lediglich Zahlungsverpflichtungen weiterzureichen. Bei größerem Aufkommen können diese dann irgendwann direkt miteinander verrechnet werden, ohne daß noch Geld ausgetauscht werden muß. Ab diesem Zeitpunkt dient Ripple dann sogar als echte Alternativwährung, die zunehmend unabhängig wird von äußeren Währungen. Die Software läßt sich auf Internetservern installieren und funktioniert über eine Web-Oberfläche. Sie übernimmt insbesondere die Arbeit, Pfade über Zwischenstationen aufzufinden und Forderungen miteinander zu verrechnen.

Ripple-Projekt:

Betrachtung

Vorteil: Ripple läßt sich sofort benutzen, ist von Währungen unabhängig, stärkt lokalen Austausch – könnte auch interessant sein für Bitcoin als Währungstauschplattform.

Nachteil: Praktisch werden immer noch bestehende Währungen genutzt. Als reines Transfersystem bietet es nur bedingt Schutz gegen Hyperinflation und Bargeldverbote und damit noch keine Alternative zu zentralistischem Staatsgeld, auch wenn es schon weiterhilft. Gegen Paypal-Frust hilft es allemal. – Der wichtigste fehlende Punkt ist, daß noch keine Vernetzung von einzelnen Ripple-Servern möglich ist. D.h. jede Ripple-Seite baut ihre eigenes Vertrauensnetzwerk auf. Das Peer-to-Peer-Konzept ist hier nur zwischen den Benutzern, also auf der logischen Ebene des Dienstes verwirklicht, technisch betrachtet folgt Ripple immer noch dem zentralistischen Ansatz mit einem Server, und ist damit zu leicht angreifbar.

Genau wie bei Bitcoin kam beim Ripple-Projekt die erste Version der Software 2009 heraus. Neue Währungen, dezentrales Geld, vernetzte Bezahlsysteme, Marktgeld sind eine nicht mehr aufzuhaltenden Idee und es ist spannend, diese Entwicklung mitzuverfolgen. Gerade wenn das derzeitige System aufgrund seines eigenen Gewichts und seiner Fehlkonstruktion zusammenbricht, und die Obrigkeit nur noch Richtung faschistischer Maßnahmen schielen kann, braucht es dringend Alternativen.

Ursprung: Hawala

Ripple wurde wie schon erwähnt einem der schnellsten und günstigsten Transfersysteme der Welt nachempfunden, das auch heute noch in großem Umfang funktioniert. In einige asiatische Kulturen ist es tief eingebettet und wird dort mit höchsten ethischen Ansprüchen unter gegenseitiger sozialer Kontrolle betrieben.
Bekannt ist es v.a. als Hawala in islamisch geprägten Ländern, Fei Chien oder Flying Money heißt es in China, Hundí in Indien und Pakistan.

Was noch kommt

Ob Ripple, Bitcoin, c-Gold, etc. Egal welche Alternativen Fahrt aufnehmen, es steigt immer dem aktuellen System auf die Füße und das wird sich wehren. Deswegen ist es wichtig, die altbekannten Maschen der Propaganda zu erkennen und als manipulativ zu durchschauen: Zuerst werden negativ besetzte Schlagwörter aus dem Hut gezogen (Kriminalität, Geldwäsche, Drogenhandel, Terrorismus, etc.), mit denen Ablehnung und eine unterschwellige trotzige Reaktion ausgelöst werden sollen, die zuerst einmal vom Manipulierenden und dessen Interessen ablenkt. Weiter soll der Empfänger in seiner Reaktion so denken: „Ich bin ein anständiger Bürger, der nichts zu verbergen hat. Dem Übel muß das Handwerk gelegt werden, also soll der Staat diese undurchsichtigen, unüblichen,  illegalen Handlungssweisen und -wege zerschlagen.“ – der Rest ist bekannt. Ähnliche Schmutzkampagnen werden bestimmt noch verstärkt kommen, auch gegen das Internet im Allgemeinen. Eines der beliebtesten „Argumente“ ist hier ja Kinderpornographie,aber auch Terrorismus und Kriminalität wird gern genommen, oder gleich solche abstrusen Denkblocker wie rechtsfreier Raum.

Video

Überblick zu Ripple und ein Minimum an Geldtheorie (neuseeländisches Englisch):

Bitcoin auf One Radio Network

Bitcoin auf Radio Reschke

Bester auf deutsch veröffentlichter Überblick auf Radio Reschke:

Bitcoin im Keiser Report

Auch wenn das fast schon wieder alt ist, wollte ich das doch noch nachreichen:

Bitcoin wird erwähnt im Zusammenhang mit den Verweigerungen von Paypal, Visa, Mastercard und Amazon gegenüber Wikileaks. Tenor: „Mit Bitcoin wäre das nicht passiert“.

Hier der Ausschnitt aus dem Keiser Report Nr. 106: Cables, Crises & Cyber Currencies

Gegenmittel zu Bargeldverbot

Es besteht die Möglichkeit, daß in naher Zukunft europaweit Bargeld verboten bzw. vorerst noch eingeschränkt wird, wie in Griechenland und Italien bereits eingeführt. – Bitcoin bietet das einfachste Gegenmittel gegen alle solchen Machenschaften. Einfach aussteigen. Raus aus Zentral-/Banken-/Staatsgeld, rein in Bitcoin.

Bargeldverbote und Einschränkungen ziehen auf:

EZB zum Gesetzesentwurf für Bargeldverbot (infokriegernews.de)

Pläne für Bargeldverbot expandieren (infokriegernews.de)

Weiteres auf infokriegernews.de

Interessen hinter Bargeldverbot – wissensmanufaktur.net

Propaganda gegen Bargeld in Schweden (mmnews.de)

Bargeldverbot in MSM

Schweden (Spiegel)

Griechenland (Bild)

Die benutzte Propaganda verläuft nach dem üblichen Schema: „Schutz“ und „Sicherheit“, die der Staat angeblich der Bevölkerung bietet. Geldfälscher, Drogenhändler, Waffenschieber, Rotlichmilieu, Geldwäsche, usw. Einfach ein paar Schlagwörter anbringen, die eine vorab festgelegte Reaktion beim Medienkonsumenten auslösen. Propaganda für Dummies. Und schon ist natürlich jeder sofort dafür, wer könnte auch dagegen sein? Ist der nicht selbst sofort verdächtig?

Das alles liest sich düster und problematisch. Was kann ich dagegen tun? Bitcoin bietet die Infrastruktur und die Währung, um sofort auch weiterhin ein allgemeines Tauschmittel zu verwenden. Es müßte erfunden werden, wenn es nicht schon verfügbar wäre: Bargeld für das Internetzeitalter. Einfach Bitcoin anschalten und die Eigenschaften von Bargeld weiter nutzen; selbst wenn das gewohnte physisches Bargeld unserer Fiatwährungen verboten wird.

  • sicher
  • anonym
  • unwiderrufbar, nicht rückabwickelbar

Das Bitcoin-System zu verstehen bedeutet, sofort aussteigen zu können. Es braucht kein langwieriges Inflations-Siechtum, aufwendige Revolution, Sturz von Bankenkartellen, politischen Veränderungen, etc. Wer dieses ganze gewachsene Un-System einfach links liegen läßt, hat es viel einfacher! Hat irgendjemand behauptet, Geschäfte – natürlich legale – hätten zwangsläufig etwas mit Euro, Dollar, Banken, Überweisungen, Swift, usw. zu tun? Nein. Es geht nur um Austausch von Waren und Leistungen. Tauschgeschäfte (Bartering) und auch inländische Geschäfte in Fremdwährungen sind vollkommen legal, solange sie in Euro umgerechnet, entsprechend ausgewiesen und versteuert werden.

D.h. einfach die Geschäftspartner in das Bitcoin-System miteinbeziehen und sofort alle Transaktionskosten sparen (insbesondere Swift, Paypal, Moneybookers, etc.).

Und nach dem Wirtschaftsjahr auch noch Steuern sparen durch „eingebauten“ Inflationsschutz (feste Geldmenge in der Bitcoin-Währung). Nach einem Jahr Inflation kann so sofort mindestens die Inflationsrate (zur Zeit etwa 10%) an Steuern eingespart werden. (Mögliche Wertsteigerung von Bitcoin nicht miteinberechnet.)

Idee: Handfestes Geld mit Bitcoin-Deckung

Eine gedankliche Hemmschwelle für Bitcoin ist die Notwendigkeit von Computertechnik und Internetzugang. Zumindest wenn ich mir die Bäcker, Metzger, Schuhmacher, Cafes, Straßenmusikanten, Wochenmarktstände, usw. ansehe. Dort will und kann nicht jeder mit Laptops oder Smartphones hantieren. Wie könnte also Bitcoin mehr sein als eine Zusatzwährung für Internetkäufe/kostenlose Überweisungen? Beim Joggen kam mir eine einfache Idee, wie Bitcoin innerhalb kürzester Zeit als  praktische physiche Währung  funktionieren kann. Gerade auch als stabile Lokalwährung beim Bäcker um die Ecke. Ein mögliches Konzept während wir auf einen Zusammenbruch des Euro zusteuern?

Zusammenfassung:

  • Bitcoin-Geldschein mit gut lesbar aufgedrucktem Wert
  • Rubbel-Feld (Siegel) mit Einlöse-Code
  • Eine Prüfnummer und die gleiche Nummer in verschlüsselter Form (nur der Herausgeber kann diese Zahl richtig entschlüsseln, also die Frage nach Echtheit des Gelscheins richtig beantworten)
  • Überprüfen und Einlösen von Geldscheinen ist auf der Internetseite des Herausgebers möglich und ist einfach zu automatisieren.

Erklärung:

Ein Herausgeber von physischem Bitcoin-Geld könnte folgendermaßen vorgehen: Er druckt Bitcoin-Zertifikate, die ich jetzt weiter Bitcoin-Geldscheine nennen werde, weil das einfacher und vertrauter klingt. Gut sichtbar auf diesen Geldscheinen ist ein Wert aufgedruckt, wie auf jeder heutigen Banknote auch.
Jetzt der Clou: In einer voll-gedeckten Währung kann jederzeit eine Banknote gegen den entsprechenden hinterlegten Deckungswert eingetauscht werden, z.B. Gold oder Silber. Also genau das, was heute bei unseren Fiat-Money/Falschgeld-/Spielgeld- Papierwährungen wie Euro, Dollar, Pfund, Yen, etc. nicht mehr möglich ist.
Bitcoin-Geldscheine sind immer voll wertgedeckt. Sie zurückzugeben und umzutauschen ist sogar noch viel einfacher als bei früheren gedeckten Banknoten: Keine Bank muß aufgesucht werden, es genügt stattdessen ein Internetzugang.

Auf jedem Bitcoin-Geldschein befindet sich ein Rubbelfeld (oder eine ähnlich Form eines Einmal-Siegels, vgl. z.B. die Briefe mit denen EC-Karten-Pins versendet werden). Wer also an die Bitcoins hinter einem Geldschein kommen möchte, sprich das Zertifikat eintauschen will, rubbelt dieses Feld frei und findet dort einen Einlöse-Code. Diesen Code gibt er auf der Internetseite des Herstellers ein, zusammen mit der Bitcoin-Adresse an die der Wert transferiert werden soll (meistens wird das eine eigene Adresse sein). Fertig. Schon ist der Reservewert hinter der Geldwährung zurückgeholt. Die Rubbelkarte ist jetzt natürlich wertlos und kann weggeworfen werden.

Man kennt das schon, das erinnert an Prepaidkarten von Mobiltelefonieanbietern – Bitcoin-Geldscheine sind also eigentlich Prepaid-Bitcoin-Karten.

Mit der Zeit und mehr Vertrauen zu einem Herausgeber wird es vielleicht etwas lästig, als Händler jeden Abend nach Kassensturz vor dem PC sofort alle erhaltenen Banknoten einzulösen und an eine Bitcoin-Adresse zu transferieren. Es stellt sich bald als praktischer heraus, die Bitcoin-Geldscheine selbst wiederzuverwenden, um z.B. das Mehl einzukaufenoder die Salami vom Metzger nebenan, mit der der unser Bäcker belegte Semmeln herstellt.

QR-Code mit der Adresse von Wikipedia

Bsp. für einen QR-Code (aus Wikimedia Commons)

Fälschungssicherheit

Der Einwand: Jeder könnte ja recht einfach selbst Karten herstellen, die denen des Bitcoin-Zertifikat-Herstellers zum Verwechseln ähnlich sehen. – Stimmt.

Also noch ein simpler Fälschungsschutz:

Eine Kontrollnummer/Seriennummer aufdrucken und zusätzlich eine verschlüsselte Form davon. Zur Überprüfung wird dem Herausgeber (auf der Internetseite) die „Frage“ gestellt, welche Kontrollnummer zum verschlüsselten Text gehört. Stimmt die dekodierte Zahl mit der aufgedruckten überein, kann der Empfänger des Geldscheins/Bitcoin-Zertifikats sicher sein, daß es von diesem Herausgeber stammt und nicht von einem Fälscher. Denn ein „Fälscher“ kann die Vergleichsnummer nicht korrekt verschlüssel weil er die Verschlüsselungsmethode nicht kennt. Er kann damit keine eigenen Bitcoin-Geldscheine herstellen, die dem Echtheits-Test standhalten.

Das Validieren läßt sich zusätzlich sehr einfach automatisieren mit einem aufgedrucktem QR-Code (können bereits jetzt sehr viele Mobiltelefone lesen und entschlüsseln). Darin ist die verschlüsselte Kontrollnummer enthalten. Auf der Internetseite des Herausgebers lassen sich diese Codes in eine lesbare Zahl dekodieren. Die lesbare Zahl ist aufgedruckt und kann sofort überprüft werden – ohne aufwendiges Tippen von Codes.

Zur vollständig automatischen Validierung kann auch die Kontrollnummer schon in den QR-Code einbeschrieben sein. Es läßt sich recht einfach ein Scanner herstellen, der mit dem Internet verbunden ist und innerhalb von Sekundenbruchteilen die Gültigkeit eines Gelscheins prüfen und mit einem grünen oder roten Licht zurückmelden kann. Das funktioniert besser, einfacher und sicherer als der UV-Licht-Test für Euros.

Bei einer Echtheitsprüfung wird natürlich auch mitüberprüft, daß der Geldschein nicht schon vorher gegen Bitcoins eingetauscht wurde. Damit ist ausgeschaltet daß benutzte Rubbelfelder wieder hergestellt werden (sollte das für einen Fälscher irgendwie möglich sein). Mit diesem einfachen Kontrollverfahren kann ein Fälscher also höchstens bereits vorhandene, noch nicht eingelöste Geldscheine kopieren. Das ist einerseits aufwendig und hat außerdem nur wenig Aussicht auf Erfolg, wenn der Angreifer sich nicht im Besitz der kopierten Geldscheine befindet, insbesondere weil jederzeit der ursprüngliche Geldschein eingelöst werden kann. Sobald das geschehen ist, schlagen alle weiteren Echtheitsprüfungen für die Kontrollnummer des Geldscheins fehl. Was ist aber dann noch der Anreiz für den Fälscher? Er könnte höchstens dort kleine Summen erschummeln, wo Geldscheine beim Bezahlen nicht sofort automatisch validiert werden.

Nochmal kurz zur Sicherheit und praktischen Verwendbarkeit von Bitcoin-Geldscheinen: Überprüfen und Einlösen sind beides Aktionen, die nicht unbedingt sofort beim Bezahlvorgang geschehen müssen (am Point of Sale/POS, wie das im Wirtschafts-Neudeutsch heißt). Stattdessen kann das z.B. für unseren Wochenmarktverkäufer auch auf die abendlichen Abrechnung verschoben werden, wenn dafür nötige Ruhe und Internetzugang vorhanden sind.

Marktgeld

Eine weitere Eigenschaft von diesem Marktgeld: Es können beliebig Zertifikat-Herausgeber auftreten. Der mit den günstigsten Umtausch-Konditionen (wahrscheinlich kostenlos, durch Werbung auf der Rückseite finanziert) und der höchsten Glaubwürdigkeit und Ehrlichkeit wird die Nase vorn haben. Niemand ist mehr an eine Zentralbank und deren Machenschaften gebunden.

Auch beim Sicherheitskonzept wurde das schon klar: Etwas wie komplizierte Wasserzeichen, etc. also Sicherheit durch Überlegenheit an Technologie/geheimgehaltenen Wissens/Geld/Macht oder sonstigen Ungleichgewichten ist ein überholter Anachronismus! Bitcoin regt dazu an, Geld und seine Funktionen und Eigenschaften ganz neu zu überdenken und dabei zurückzukommen zu einem ursprünglichen, unverfälschten Verständnis von Geld. Ich finde es ungemein spannend, selbst dahinterzukommen, was persönliche Freiheit mit einem freien, sicheren Geld zu tun hat und welche ganz neuen Möglichkeiten das bietet.

Was ist Bitcoin?

kurz:

Bitcoin ist elektronisches Bargeld für das Internetzeitalter

Andere Kurzbeschreibungen:

  • Bitcoin ist  freies Geld, mit vielen Vorteilen traditionell stabiler Werte wie Edelmetalle kombiniert mit den Errungenschaften moderner Technik
  • Bitcoin ist ein Kommunikationsmittel, für den Austausch von Werten mit anderen Menschen
  • Was Email für Briefwechsel war, ist Bitcoin für Geld.

Täglich tauschen wir Waren, Dienstleistungen und Werte aus und benutzen ganz selbstverständlich Geld. Auch im Internet ist das für die meisten mittlerweile üblich. Doch bislang gab es immer noch Gebühren und Hindernisse, lange Wartezeiten bei Banküberweisungen und andere Dinge, die im Zeitalter von blitzschneller Datenübertragung und beliebig verfügbarem Speicherplatz wie Relikte einer vergangen Zeit anmuten. Eine ganze Reihe elektronischer Währungen und Bezahlsystem haben versucht, einige dieser Probleme zu lösen. Bitcoin ist nicht einfach nur ein weiteres dieser System, sondern es ist grundlegend neu und anders. Nach meiner Einschätzung würde ich sogar soweit gehen zu sagen: Mit Bitcoin wird nichts wird mehr so sein wie es war. Es wirft ein völlig neues Licht auf alles Bisherige. Und das betrifft nicht etwa nur eine kleine Gruppe technikaffiner Bastler, sondern es hat Bedeutung z.B. als handfeste Investition, als eine Devise, als ein Wertaufbewahrungsmittel, als eine Mittlerwährung oder einfach als das, was es jetzt schon ist: ein Dienst für kostenlose Überweisungen innerhalb von Sekunden. Bitcoin ist Geld und die Dienstleistungen und wirtschaftlichen Möglichkeiten sind genauso vielfältig wie im „echten Leben“, dem Erfindungsreichtum sind keine Grenzen gesetzt.

Bitcoin verlangt, bis zum Ursprung zurückzudenken und wirft grundlegende Fragen ganz neu auf: Wissen Sie was Geld eigentlich ist? Bitcoin hilft dabei, diese und andere Fragen klar zu stellen und manchmal überraschend neu zu beantworten. Dabei werden uralte Wahrheiten bewahrt und in unsere heutige Zeite eingebettet.

Bitcoin hat einen frischen Charakter, nicht nur im Vergleich zu bisherigen Bezahlsystemen im Internet, sondern auch zu den meisten anderen heute üblichen Formen von Geld:

  • es ist frei, es gibt keine Inhaber, Ausgabestellen, Zentralbanken, usw.
  • dezentral, praktisch unangreifbares Peer-to-Peer Konzept ohne einzelne Schwachstelle
  • einfach und zugänglich, Sie können es wortwörtlich innerhalb von Sekunden benutzen, sowohl zum Bezahlen als auch um Zahlungen zu erhalten. Einfacher als Email.
  • offen, nicht nur die Software ist offen (quelloffen/Open-Source), der Zugang ist offen und kostenlos, alle automatisch ablaufende Kommunikation im Netzwerk ist offen und wird automatisch unzählige Male überprüft
  • anonym, so anonym wie Bargeld
  • sicher, durch die stärksten bekannten Verschlüsselungsverfahren, durch eingebaute, automatische gegenseitige  Überprüfung der Teilnehmer
  • limitiert, vergleichbar zu Ressourcen wie z.B. Edelmetallen; nicht beliebig vermehrbar.
  • schnell, Überweisungen werden innerhalb von Sekunden übertragen und nach und nach sichtbar automatisch überprüft und validiert
  • stets verfügbar, Serverausfälle oder ähnliche Fehler sind ausgeschlossen

Bald mehr zu dieser revolutionären Idee und spannenden Technologie auf diesem Blog…